Echte Forschung in der Natur. Genauer gesagt: Auf und in Ozeanen. Miriam Römer ist Teil eines Teams, das die Entstehung von Methanaustritten untersucht. Als Fahrtleiterin hat sie eine große Verantwortung - kommt aber auch an spektakuläre Ecken der Erde.

Miriam Römer ist Geologin, arbeitet am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen und hat ein echtes Forscherleben. Sie fährt raus in die Natur und untersucht dort zum Beispiel die Austritte von Methan, die Konsequenzen für unser Klima haben.

Genauer: Sie fährt mit Forschungsschiffen auf der ganzen Welt in bestimmte Regionen, die für die Wissenschaft von Interesse sind. Das können die Nordsee sein, aber genauso das Mittelmeer, der Golf von Mexiko, Japan und Südgeorgien in der Nähe der Falklandinseln.

Miriam Römer zeigt auf einen Bildschirm
© Philipp Spalek

Früher war Miriam "normale" Wissenschaftlerin auf einem Schiff, inzwischen ist sie Fahrtleiterin. Das ist ein besonderer Job, denn als Fahrleiterin ist sie für die komplette Forschungsorganisation verantwortlich, zum Beispiel dafür, dass alle benötigten Geräte und Instrumente an Bord sind. Sind die Forscher einmal unterwegs, ist es schwierig bis unmöglich etwas nachzuordern.

Auf See wollen die Forscher unterschiedlicher Disziplinen herausfinden, was es mit dem Methan-Austritt auf sich hat. Das ist zwar ein natürlicher Prozess, der erstmal nicht besorgniserregend ist - aber das grundlegende Verständnis, wie er funktioniert, fehlt noch. "Das ist Grundlagenforschung", sagt Miriam Römer. Der nächste Einsatz geht nach Südgeorgien, in die Nähe der Falklandinseln.