Dieser Moment, in dem uns einer provoziert und wir einfach nur sauer sind: Da kann uns schon mal ein deftiger Ausdruck rausrutschen.

André Meinunger ist Sprachwissenschaftler. Und obwohl er selbst es nicht gerne tut, kennt er sich sehr gut aus mit Beleidigungen. So gut, dass ihn der Dudenverlag bat, einen Ratgeber zu schreiben. Er heißt: "Sie Vollpfosten - gepflegte Beleidigungen für jeden und jede".

Beleidigen, das kommt meistens aus dem Bauch heraus, ohne viel nachzudenken. Darum kann man es auch schlecht auf Knopfdruck.

"Das ist was Spontanes, was Affektmäßiges. Ich glaube, man kann das nicht trainieren oder nur bis zu einem gewissen Grad. Da gehört dazu, dass man selbst aufbrausend ist und ganz affektgeladen etwas äußert."
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Mit Beleidigungen beschäftigen sich nicht nur Sprachwissenschaftler, sondern auch Juristen. Schließlich können viele unflätige Ausdrücke mit einem Bußgeld bestraft werden. Dabei spielt immer der Kontext eine große Rolle. 

"Eine Beleidigung fängt da an, wo Sie es als Beleidigung meinen und der andere es auch als solche versteht."
​André Meinunger, Sprachwissenschaftler

Wie ist etwas gemeint, was ist drumherum, und was sind meine Intentionen - das sind einige Faktoren, die ein Wort zum Schimpfwort machen oder auch nicht. Manchmal gilt eine unbedachte Äußerung, die ein anderer einem übel nimmt, nur als Meinungsäußerung.

Jugendliche sind kreativer, Männer beleidigen öfter

Eine Lieblingsbeleidigung hat der Sprachwissenschaftler selbst nicht, aber er weiß, dass er manche Worte einfach nicht benutzen würde. Das "Arschloch" fällt ihm noch als erstes Schimpfwort ein.

Jugendliche, sagt er, seien wohl kreativer, wenn es um Beschimpfungen geht. Das ist allerdings noch nicht genau erforscht, eher eine Annahme, die auf Alltagserfahrungen beruht. 

Wissenschaftlich erwiesen sei aber, dass Männer öfter beleidigen und fluchen als Frauen. Beleidigen ist eine Form der Aggression, und die zeigen evolutionär gesehen eher Männer, sagt Meinunger.

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