Kathinka Marcks zieht alle in ihren Bann mit ihren lebendig erzählten Geschichten, die sie sich immer wieder neu ausdenkt. Wir haben bei ihr eine ganz eigene Geschichte bestellt.

Wie eine Geschichte erzählt wird, ist ausschlaggebend dafür, dass das Publikum gebannt zuhört. Vom Inhalt ist die Erzähltechnik nicht zu trennen. "Ich muss schon vom Inhalt einer Geschichte überzeugt sein, um sie zu erzählen", sagt die Geschichtenerzählerin Kathinka Marcks. Das Geschichtenerzählen hat die 28-Jährige auf La Réunion während ihres Studiums bewusst erlebt, "weil es an jeder kleinen Ecke dort eine kleine Geschichte zu entdecken gibt".

"Für mich ist wichtig, dass die Geschichte, die ich erzählen will, eine Nachricht enthält, die mir auch am Herzen liegt."
Kathinka Marcks, Geschichtenerzählerin

Ihre Geschichten trägt Kathinka ganz frei vor - ohne Bühne, quasi auf Augenhöhe mit dem Publikum, denn sie will beim Erzählen Augenkontakt haben und auf spontane Regungen und Kommentare aus dem Publikum eingehen. An dieser freien Erzählkunst haben Schulen und Kindergärten, Kleinkunstbühnen oder auch Unternehmen Interesse, die Katharina beispielsweise für Workshops buchen.

Die Geschichte vom verlegten Geldbeutel

Ihre Themen sucht sich Kathinka selbst aus oder arbeitet auf Wunsche ein Geschichte rund um ein Ereignis, ein Motto oder eine konkrete Person herum auf. Für DRadio Wissen erzählt Kathinka eine kleine Geschichte um einen verlegten Geldbeutel.

Kathinka Marcks, Geschichtenerzählerin
"Das Telefon klingelt. Sein Herz klopft. 'Bist du schon unterwegs?' - 'Ich bin gleich bei dir.' Treppe runter - verdammt - der Geldbeutel!"