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Heute bezeichnen sich die Schwestern Clara und Katharina auch als beste Freundinnen – das war nicht immer so. Wie sich ihre Beziehung verändert hat.

Ihr Vater verstarb, als sie noch sehr jung waren, zu ihrer Mutter könnten die beiden keinen Kontakt haben, weil sie eine schwere Persönlichkeitsstörung habe, wie Clara sagt. Katharina zog deshalb früh von zu Hause aus, wohnte erst bei Freundinnen, wandte sich dann an das Jugendamt. Jahrelang hatten die Schwestern überhaupt keinen Kontakt. Bis auch die fünf Jahre jüngere Clara älter wurde und sich schließlich von der Mutter lösen konnte.

"Wir sind mehr Schwestern als beste Freundinnen, weil wir die bedingungslose Liebe haben, die man bei der besten Freundin nicht unbedingt hat."
Katharina über die Beziehung zu Clara

Inzwischen sind die beiden zusammen von Berlin nach Wien gezogen und teilen sich eine Wohnung. "Meine Schwester ist meine beste Freundin, meine komplette Familie und die wichtigste Person in meinem Leben", sagt Clara über Katharina.

Mehr als beste Freundinnen

Warum ihre Geschwisterbeziehung mehr als eine Beziehung mit der besten Freundin ist, erklärt Clara so: "Wir können alles miteinander machen, was auch beste Freundinnen miteinander machen, aber wir können auch mehr Dinge machen. Dinge, die ich persönlich noch nicht mit einer besten Freundin gemacht habe."

So könnten sie sich zum Beispiel Ratschläge geben, ohne Angst haben zu müssen, dass die andere sauer und beleidigt sei, weil sie wisse, wie es gemeint sei. Katharina glaubt, ein Grund für das gute Verhältnis der Schwestern sei, dass sie zusammen wohnen.

Doch die Geschwister haben sich nicht immer so gut verstanden wie heute. "Wir haben auch echt schon schlimme Streitereien hinter uns, wo wir sehr doll geweint haben und beide die böse Seite der anderen kennengelernt haben. Trotzdem ist es immer wieder so gewesen, auch wenn wir mal eine Woche nicht miteinander geredet haben, dass wir immer wieder zueinandergefunden haben", erzählt Katharina.

Warum ihre Geschwisterbeziehung inzwischen funktioniert

Vor allem für Katharina sei Eifersucht früher ein großes Thema in der Beziehung zu ihrer Schwester gewesen. "Früher war ich schon eifersüchtig, dass unsere Mutter ein besseres Verhältnis zu Clara hatte, heute ist das gar nicht mehr so", sagt sie. Dadurch, dass das Leben der beiden in komplett unterschiedliche Richtungen gehe, gebe es nichts, worauf sie neidisch sein könne, fügt Clara hinzu.

Die Schwestern würden noch die kommenden zwei Jahre zusammenleben – ihr Mietvertrag sei auf diese Zeit begrenzt, doch dann wolle sich jede wieder eine eigene Wohnung suchen. "Wir wissen, dass wir immer das empfinden werden, was wir füreinander empfinden. Die enge Schwesternbeziehung und die geschwisterliche Liebe. Aber es ist nicht so, dass wir uns voneinander so abhängig machen, dass wir denken, dass es gar nicht möglich ist, ein Leben getrennt voneinander führen zu können", sagt Clara.

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