Angeblich sollen Pflaster gegen Falten im Gesicht und am Körper helfen. Ein bisschen stimmt das schon, sagt die Medizinerin Alice Martin. Allerdings sei der Effekt nur von kurzer Dauer.

Falten sind nicht gekommen, um zu bleiben. Mit verschiedensten Mittelchen lasse sich ihnen schon beikommen, so eine oft verwendete Werbebotschaft. Gegen die sogenannte Zornesfalte auf der Stirn sollen nun Pflaster helfen.

Die sogenannten Frownies werden gerade intensiv mit Ads beworben – auf Instagram und Tiktok beispielsweise. Für die Medizinerin Alice Martin ist hingegen Akzeptanz das beste Mittel gegen Falten.

"Die Zornesfalte gehört zu uns. Wir sollten sie akzeptieren."
Alice Martin, Medizinerin, Unternehmerin

Mit manchen dieser Pflaster lasse sich eventuell erreichen, dass Falten zeitweise weniger kräftig sind, sagt die Medizinerin Alice Martin. Der Grund: Klebt ein Pflaster im Gesicht, sind dort die Muskeln weniger aktiv.

Schnelle Anwendung, kurze Wirkung

Bei manchen der Pflaster kommt Hyaluronsäure zum Einsatz. Die heißen dann Hydro-Pflaster oder Hyaluron-Patches. Der Stoff bindet Wasser und wirkt also aufpolsternd. "Hyaluronsäure ist etwas, das der Körper selber produziert und das bindet extrem viel Wasser", sagt Alice Martin.

Für einen länger andauernden Effekt müsse der Stoff allerdings viel, viel tiefer in die Haut hinein, damit es dortbleibt und nicht abgebaut wird, sagt die Medizinerin. Bei Pflastern dringe der Stoff nur in die oberen Zellschichten ein und werde in der Regel innerhalb von 24 Stunden abgebaut.