Sommer, Sonne, Sonnenbrand – nur mit Sonnencreme können wir uns vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen. Viele Produkte sind jedoch schlecht für die Umwelt. Wir haben ein paar Tipps, worauf wir beim Kauf von Sonnencremes achten können, um uns und die Umwelt zu schützen.

Sonnencreme ist wichtig, um uns vor Hautkrebs zu schützen, dabei geht es vor allem darum, die UV-Strahlung abzuhalten. Sonnencremes sorgen entweder mit chemischen oder mineralischem UV-Filtern für einen Schutz unserer Haut. Aber was beinhalten diese unterschiedlichen Filter eigentlich?

Eigenschaften unterschiedlicher UV-Filter

Die chemischen UV-Filter ziehen in die Haut ein. Dabei nehmen diese Filter die UV-Strahlen auf und verwandeln sie in Wärme.

"Das Problem ist, dass jeder der UV-Filter Vor- und Nachteile hat, und deshalb kombinieren die Hersteller die Substanzen."
Lukas Kohlenbach über die unterschiedlichen UV-Filter

Die mineralischen Filter hingegen wirken wie ein Spiegel. Sie liegen auf der Haut und reflektieren die Strahlung.

Es gibt mineralische UV-Filter auf Titandioxidbasis oder auf Zinkoxidbasis. Bei beiden Stoffen bleibt die Haut nach dem Eincremen sehr weiß. Verbraucher*innen sind wegen des Effekts der sehr weißen Haut eher abgeschreckt von mineralischen UV-Filtern. Hersteller*innen setzen daher auf getönte Cremes. Außerdem gibt es inzwischen Cremes, die kleine Partikel im Nanobereich haben und daher nicht so stark für weiße Haut sorgen.

Unser Reporter Lukas Kohlenbach erklärt, dass die meisten Produkte eine Kombination aus unterschiedlichen UV-Filtern enthalten.

Gesundheitsschäden durch Sonnencremes

Sonnencremes sollen vor Hautkrebs schützen, sie sind aber ebenfalls in der Kritik, andere gesundheitsschädliche Stoffe zu enthalten. Chemische UV-Filter können zum Beispiel hormonell wirken. Die Studienlage zu exakten Auswirkungen in diesem Bereich ist allerdings noch unklar.

"Apps sagen schon recht schnell, dass der Stoff hormonell aktiv ist, auch wenn es noch nicht eindeutig bewiesen ist."
Lukas Kohlenbach über die Prüfung von Sonnencremes durch Apps

Titandioxid wurde gerade in Lebensmitteln verboten. Es wurde nachgewiesen, dass der Verzehr und das Einatmen krebserregend sind. Lukas Kohlenbach beruhigt allerdings, denn als UV-Filter wird die Substanz immer noch als unbedenklich eingestuft.

Wenn ihr genau nachvollziehen wollt, was für eine Belastung von eurer Sonnencreme ausgeht, können Apps hilfreich sein. ToxFox zum Beispiel zeigt an, welche Stoffe sich negativ auswirken können. Unser Reporter weist aber darauf hin, dass diese Apps sehr sensitiv sind.

Sonnencremes ohne Umweltbelastung

Besonders für die Umwelt können Sonnencremes sehr schädlich sein. Besonders die chemischen UV-Filter belasten die Natur und greifen zum Beispiel Korallenriffe an.

"Es gibt zwar ökologisch sinnvollere Varianten, aber auch die haben Nachteile."
Lukas Kohlenbach über umweltfreundliche Sonnencremes

Die mineralischen UV-Filter hingegen sind bisher als unbedenklich für die Umwelt eingestuft worden. Bei den in Nano-Partikel zersetzen mineralischen UV-Filtern ist laut Studien noch unklar, ob sie umweltbelastend sind.

Am besten schützen wir uns und die Umwelt also, wenn wir uns im Schatten aufhalten und Kleidung tragen, die vor der Sonne schützt.