So könnte die Welt untergehen. Wissenschaftler haben zwölf bedrohliche Szenarien zusammengestellt - von Vulkanismus bis künstliche Intelligenz. Das Gute ist: Wir haben es teils selbst in der Hand, nicht unterzugehen.

Wissenschaftler haben sich im Auftrag der privaten schwedischen Stiftung "Global Challenges Foundation" Weltuntergangs-Szenarien angeschaut. Unter anderem haben sie in Workshops mit Risiko-Experten die Möglichkeiten erörtert. Heraus gekommen sind zwölf Szenarien, die noch mal in vier Kategorien unterteilt wurden.

Klimawandel, Asteroiden, Nanotechnologie

In der Kategorie "bestehende Gefahren" finden sich bekante Risiken: Klimawandel, Atomkrieg und so weiter. Alles von Menschen gemacht. Es gibt aber auch äußere Risiken, für die wir nichts können. Zum Beispiel riesige Asteroiden, die auf die Erde stürzen. Oder dramatische Vulkanausbrüche. Bei starkem Vulkanismus kann so viel Asche in die Luft geschleudert werden, dass die Sonne verdeckt wird, es auf der Erde dunkler und kälter wird, sodass sich das Klima verändert. Gefahren, die nicht abwegig sind. Das gab es in der Erdgeschichte schon.

Die Wissenschaftler listen aber auch neu entstehende Gefahren auf: synthetische Biologie, also neue Lebensformen aus dem Labor, Nanotechnologie oder künstliche Intelligenz. Dass hochintelligente Maschinen irgendwann die Macht übernehmen, klingt verrückt. Aber es gibt immer mehr ernst zu nehmende Warner. In einem offenen Brief forderten unter anderem der Astrophysiker Stephen Hawking sowie Tesla- und Paypal-Gründer Elon Musk eine systematische Erforschung der politischen oder auch ethischen Rahmenbedingungen und Folgen künstlicher Intelligenz. In die letzte Untergangs-Kategorie, globale politische Gefahren, fällt das Versagen von Regierungen.

Die Menschheit hat es in der Hand

Die Liste der Wissenschaftler ist eine grobe Übersicht - nicht mehr. Und es braucht weitere Forschung. Interessant ist aber, dass viele der Weltuntergangs-Szenarien mit dem Menschen zusammenhängen. Bei einigen Risiken haben wir es in der Hand, ob es so weit kommt oder nicht - beim Klimawandel bis hin zu Gefahren durch künstliche Intelligenz.