Viel zu viel Plastikmüll landet im Meer. Meistens gelangt es über die Flüsse dorthin. Der Umweltingenieur Philip Ehrhorn hat das Great Bubble Barrier mitentwickelt, um das zu verhindern.

Philip Ehrhorn hat Schiffs- und Meerestechnik an der Technischen Universität Berlin studiert. Dabei hat er sich mit Plastikmüll in unseren Gewässern beschäftigt und ist Mitentwickler der Great Bubble Barrier. Das ist eine Erfindung, die mit Luftblasen dafür sorgen soll, dass Plastikmüll aus unseren Flüssen herausgefischt wird, bevor er die Ozeane erreicht. 

Plastik achtlos in die Toilette geworfen

Leider werfen nämlich immer noch viele Leute Restmüll wie Wattestäbchen in die Toilette, sagt Philip Ehrhorn. Wenn bei starkem Regen die Kanalisationen überlaufen, gelangt der Müll mit dem Wasser in die Flüsse und von dort ins Meer. 

"Wir sollten nichts in die Toilette werfen, was nicht aus einem selber rauskommt."
Philip Ehrhorn, Umweltingenieur

Das meiste Plastik, das über unsere Flüsse im Meer landet, ist nicht unbedingt vorsätzlich weggeworfen worden, erklärt Ehrhorn. Oft ist es verloren gegangen oder weggeweht worden. Als Lösungsidee haben Philip Ehrhorn und ein Team aus den Niederlanden die Idee mit der Great Bubble Barrier entwickelt. 

Diese Erfindung kann mit Luftblasen Plastik, das in Flüssen oder Kanälen treibt, stoppen, bevor es ins Meer gelangt. Und das ohne den Schiffsverkehr oder Tiere im Wasser zu behindern. 

Luftaufnahme des Pilot-Versuchs mit einer Great Bubble Barrier in der Ijssel
Eine Luftaufnahmen vom Pilot Test mit einer 170 Meter langen Great Bubble Barrier in der IJssel

Die Great Bubble Barrier funktioniert mit einem Schlauch, der viele kleine Löcher hat. Dieser wird auf den Grund des Flusses gelegt und dann wird Luft durchgepumpt. Die aufsteigenden Luftblasen erzeugen eine Barriere. Der Winkel ist dabei so eingestellt, dass das Plastik mit der Strömung an eine bestimmte Uferkante getrieben wird. Dort kann es dann rausgeholt und sortiert werden.

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Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit hat Philip Ehrhorn eine Bubble Barrier in Berlin getestet. In Amsterdam hat er dann drei Niederländerinnen getroffen, die die gleiche Idee hatten. Zusammen haben sie einen großen Pilot-Test in der Ijssel in den Niederlanden gemacht, mit einer 170 Meter langen Luftblasen-Barriere.

Mit Crowdfunding haben die Umwelt-Tüftler schon einen Teil des Projektes finanziert, aber es fehlt noch ein Auffangkonzept für das Plastik. Dafür sucht das Team noch Sponsoren, Städte und Gemeinden, die einsteigen wollen.

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