Unser Autor Panajotis Gavrilis hat sich unter jungen Griechen umgehört, was vom Auftreten der neuen Minister zu halten ist.

Natürlich sind Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis auch für die Griechen, insbesondere die griechischen Medien ein gefundenes Fressen. Ob im Fernsehen oder bei Twitter werden sie als neue Helden gefeiert. Manche finden allerdings auch, dass dem Aussehen zu viel Bedeutung beigemessen wird. Zum Beispiel Artemis, 26 Jahre alt und hat - anders als viele Griechen in ihrem Alter - einen festen Job:

"Ich finde sein Auftreten eigentlich ganz lässig, aber insgesamt wird seiner Kleidung und wie er rüberkommt einfach zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das Äußere scheint wichtiger als seine Inhalte zu sein und das ist meiner Meinung nach falsch."
Artemis, 26-jährige Griechin

In der Gruppe der 15-24-jährigen Griechen ist fast jeder Zweite arbeitslos. Darum liegen große Hoffnungen auf den neuen Ministern, die jetzt seit knapp einem Monat im Amt sind. Dass sie nicht nur anders auftreten, sondern auch wirklich etwas an der Lage verändern können, das müssen sie nun beweisen.

"Ich bin in Griechenland aufgewachsen und habe gelernt: Die einzigen Menschen, denen ich nicht über den Weg traue, sind Politiker. Aber jetzt, wo alles anders ist, denke ich mir: Lasst es uns ausprobieren."
Agapi, 19-jährige Jurastudentin