Ein Drittel der Grundwasserbecken weltweit ist überbeansprucht. Zu viel wird abgepumpt. Die Folge: Der Kreislauf von Verbrauch und Regeneration wird gestört. Forscher warnen und fordern nachhaltigere Nutzung des Grundwassers.

Das verschwenderische Abpumpen von Grundwasser hat dazu geführt, dass das Wasser in manchen Basins auf absehbare Zeit knapp wird. Am schlechtesten ist Lage den Forschern zufolge beim arabischen Grundwassersystem. Das versorgt im Moment 60 Millionen Menschen im Nahen Osten. Ebenfalls schlecht geht es dem Indus-Becken, das liegt in Indien und Pakistan, an dritter Stelle kommt das Murzuk-Djado-Becken in Nordafrika und an vierter Stelle das Central Valley in Kalifornien.

"In vielen Regionen, in denen das Wasser knapp werden könnte, ist auch die politische Situation instabil. Und wenn da dann noch der Kampf ums Wasser losgeht, dann wird es richtig ernst."
Ann-Kathrin Horn, Wissensnachrichten

Keine genauen Vorhersagen möglich

Immer mehr Menschen müssen versorgt werden. Das bedeutet, dass auch der Wasserverbrauch für die landwirtschaftliche Nutzung steigt. Für Forscher ist es schwierig, genaue Vorhersagen zu machen. Für die Sahara gibt es unterschiedliche Schätzung, die zwischen 10 und 150.000 Jahren liegen. Diese enorme Diskrepanz macht es kompliziert langfristig zu planen. Worüber sich Forscher jedoch einig sind: es muss ein durchdachtes Grundwasser-Management her, das einen nachhaltigeren und bedachteren Umgang mit dieser Ressource möglich macht.