Reis, Weizen und Mais sind Grundnahrungsmittel, die es irgendwann gar nicht mehr bei uns geben könnte, weil in den produzierenden Ländern das Grundwasser knapp wird. Eine Lösung scheint fern. 

Wenn wir weltweit mit dem Anbau von Grundnahrungsmitteln so weiter machen, wird es bald teuer, oder es gibt nichts mehr. Für den Anbau von Reis, Mais, Weizen oder auch Baumwolle wird in vielen Ländern mehr Wasser verbraucht als nachkommt. Weil es nicht genug regnet, wird Grundwasser zur Bewässerung genutzt. Dabei wird mehr Grundwasser entnommen, als sich so schnell nachbilden kann.

"Wenn das so weiter geht, gibt es bald kein Grundwasser mehr und damit auch keinen Reis, Mais, Weizen oder Baumwolle."
Kerstin Ruskowski über die Folgen der Grundwasserknappheit

Laut einer Studie werden 11 Prozent des Grundwasser schon nicht mehr neu gebildet, das für den Anbau von Lebensmittel eingesetzt wird, die international gehandelt werden und somit auch in Deutschland landen und verbraucht werden.

Anbauende Länder müssen Grundwasser sparen

Vor allem Länder wie Indien, Pakistan, Kuwait und Saudi-Arabien sind betroffen, aber auch die USA, Mexiko und China. Der Anteil Deutschlands an nicht-erneuerbarem Grundwasser, das für den Lebensmittelanbau verbraucht wird, liegt bei 2,5 Prozent. 

"Erst werden die Produkte wie Reis oder Weizen teurer, dann können sie gar nicht mehr angebaut werden."
Kerstin Ruskowski, DRadio Wissen, über die Folgen der Grundwasserknappheit

Die Macher der Studie haben keinen konkreten Vorschlag, wie dieses Problem gelöst werden könnte. Fest steht: In den anbauenden Ländern muss Grundwasser gespart werden. Ideen sind, Pflanzen zu züchten, die Trockenheit besser vertragen. Oder es könnte versucht werden, den Wasserverbrauch zu optimieren.