Wer seine Katze mal so richtig ausrasten lassen möchte, muss einfach hinter ihrem Rücken eine Schlangengurke auf den Boden legen. Das zumindest suggerieren etliche Videos, die die Runde im Netz machen. Unser Tierexperte Mario Ludwig hat sich näher mit dem Phänomen beschäftigt.

Im Netz kursieren viele Videos mit Katzen, die sich anscheinend furchtbar erschrecken, wenn sie die heimlich hinter ihnen abgelegte Gurke entdecken. Eine Theorie, die das Phänomen zu erklären versucht: Gurken könnten die Katzen an Schlangen erinnern. Endgültig bewiesen ist das aber nicht. Und vor allem gibt es auch Beispiele, die diese Theorie entkräften.

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Der Test:

Eine andere Erklärung ist, dass Katzen generell misstrauisch gegenüber unbekannten Objekten sind. Und wenn jetzt in dem Moment, wenn sie am Fressnapf stehen - einem Ort, an dem sie sich normalerweise sehr sicher fühlen - ein Unbekanntes Objekt lautlos hinter ihrem Rücken auftaucht, dann könnte das für den Überraschungseffekt sorgen und dafür, dass die Katze vor Angst ausrastet.

Katzenbesitzer Mario Ludwig stellt das Experiment mit seinem eigenen Kater Spikey nach und platziert eine große, dicke Schlangengurke hinter dessen Rücken, als er gerade versonnen sein Lieblingsfutter verspeist. Was passiert? Nichts. Spikey bleibt cool, schaut sich die Gurke an. Danach Mario. Aus Spikeys Blick spricht eher: "Was soll der Scheiß?"

Wenn Spikey sprechen könnte...

Aber warum erschrecken sich manche Katzen und Spikey nicht? Tierpsychologen glauben, dass es am Charakter und an der Veranlagung des Tieres liegt, ob sich die Katze erschreckt oder nicht. Und sie raten vor allem davon ab, den Gurkenterror an der eigenen Katze auszuprobieren. Die Katze wird beim Test unter Stress gesetzt und reagiert möglicherweise mit Futterverweigerung.