Wenn die Haare ausfallen, gibt es drei Möglichkeiten: restliche Haare drüber kämmen, selbstbewusst die Glatze tragen oder eine Haartransplantation. Viele Männer entscheiden sich dafür.

Fußballtrainer Jürgen Klopp hat es getan, FPD-Chef Christian Lindner und auch US-Schauspieler John Travolta - sie alle haben sich Haare auf den lichter werdenden Kopf verpflanzen lassen, weil sie nicht mit Glatze herumlaufen wollen. Obwohl sich Promis wie Ex-Bayern-München-Trainer Pep Guardiola oder Schauspieler Jürgen Vogel selbstbewusst mit kahlem Schädel geben, leisten sich immer mehr Männer eine Haar-Transplantation.

Haar-Transplantationen gehören zu den Top 5 der Schönheits-OPs

Auch Carsten hat keine Lust mehr auf seine Geheimratsecken. Mit Anfang 30 fielen ihm die ersten Haare aus. Irgendwann hat es ihm gereicht und er hat sich bei Hans-Jürgen Rabe auf den OP-Tisch gelegt, um sich Haare aus dem Hinterkopf auf die kahlen Stellen im Stirnbereich verpflanzen zu lassen. Hans-Jürgen Rabe schlitzt dafür einzelne Haarwurzeln aus dem Hinterkopf heraus, legt sie noch zuckend auf den OP-Tisch, stanzt in den Vorderkopf tausende kleine Löcher und pflanzt dann jede der 1800 Haarwurzeln einzeln ein. Die Transplantation kostet 6000 Euro.

"Ich hab meinen Kopf mit wenig Haar im Spiegel gesehen und dachte: 'Oh, wie siehst du denn aus?' Das war der Impuls zu sagen: Das kann man ändern."
Carsten, mag seinen kahlen Kopf nicht.

Eine Transplantation ist bei Männern erst im Alter von Mitte/Ende vierzig sinnvoll, sagen Dermatologen. Erst dann ist der Haarausfall fast endgültig abgeschlossen. Etwa die Hälfte der Männer in Deutschland leidet unter einer genetischen Veranlagung, sagt Kristian Limbach, der als Arzt Haare transplantiert. Bei krankhaftem Haarausfall sei es nicht möglich, Haarwurzeln zu verpflanzen. Die Männer, die zu ihm kommen, wollen vor allem jünger und gesünder aussehen.

"Haare bilden einen Rahmen um das Gesicht, und wenn dieser Rahmen unvollständig ist oder porös, dann fällt das auf. Und das wird häufig als Mangel an Vitalität wahrgenommen.“
Kristian Limbach, Leiter der Moser Klinik in Bonn

Mehr zum Thema: