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Das Team von Kap Verde musste schon abreisen wegen Corona-Fällen: Nicht nur die aktuelle Handball-WM in Ägypten gestaltet sich schwierig. Auch über die Australian Open wird vorab diskutiert. Trotz Hygiene-Konzepten lassen sich Corona-Infektionen kaum ausschließen, so Marina Schweizer aus der Deutschlandfunk-Sportredaktion.

Bei der Handball-WM in Ägypten trifft die deutsche Mannschaft am 19. Januar auf Ungarn. Die hat zuletzt gegen Kap Verde gespielt. Doch das Team aus Kap Verde hat seine erste WM-Teilnahme abbrechen müssen. Nach mehreren Corona-Fällen haben sie die geforderten zehn gesunden Spieler nicht aufgestellen können. Und die Ersatzspieler für die Corona-infizierten Kollegen sind nicht rechtzeitig in Ägypten angekommen, um das nächste Spiel zu bestreiten.

Corona-Fälle bei der Handball-WM

Bei dem Spiel zwischen Kap Verde und Ungarn waren zwei Spieler aus Kap Verde dabei, die nach dem Spiel positiv auf Corona getestet wurden. "Bisher gibt es im Team Ungarn aber keine Ansteckung", sagt Marina Schweizer. So zumindest der aktuelle Stand.

Bei der Handball-WM werden die Teams täglich getestet. Offiziell wird von einer Art Blase gesprochen, die man geschaffen habe: Nach einer Quarantäne bleiben die Spieler und Teams vollkommen unter sich. Doch Martina Schweizer ist skeptisch. "Zum Beispiel rücken für verletzte Spieler andere nach. Und die neuen Spieler waren vorher nicht in Quarantäne." So zum Beispiel der deutsche Handballer Patrick Groetzki, der als Ersatzspieler von Deutschland nach Ägypten anreist.

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Die Australian Open finden unter strikten Corona-Maßnahmen statt: Personal untersucht einen Bus, der die ersten Spielerinnen und Spieler vom Flughafen ins Hotel bringt.

Auch über die Australian Open, die im Februar starten, wird bereits diskutiert. Für das Tennisturnier müssen die Profis für zwei Wochen in eine geplante Quarantäne. Die gilt für alle, die nach Australien einreisen. Die Spieler und Spielerinnen dürfen täglich für Training und Fitness fünf Stunden aus dem Hotel.

Strenge Quarantäne-Regeln in Australien

Anders sieht es für rund 70 Profis aus, bei deren Flügen nach Australien Corona-Fälle an Bord aufgetreten sind. Für sie gilt eine strengere Quarantäne. Sie müssen auf den Hotelzimmern bleiben, ohne Möglichkeit zu trainieren. Zu diesen Profis gehört Angelique Kerber.

"Über 70 Spielerinnen und Spieler der Australian Open müssen 14 Tage lang im Hotelzimmer bleiben, weil es auf den Flügen nach Australien Corona-Fälle gab."
Marina Schweizer, Deutschlandfunk-Sportredaktion

In Australien gelten für alle strikte Regeln. Dank denen ist es dem Land gelungen, die Infektionszahlen gering zu halten. Deshalb bleibt die Regierung streng und macht keine Ausnahmen. "Sport hin oder her", sagt Marina Schweizer.

"Australien will streng bleiben. Egal, ob es um Tennisspielerinnen und Tennisspieler geht oder nicht."
Marina Schweizer, Deutschlandfunk-Sportredaktion

Ägypten und auch Australien zeigen, dass Sportwettkämpfe kaum Corona-frei zu realisieren sind. Auch weil es nicht funktioniert, komplette Tennis-, Handball- oder überhaupt Sport-Blasen zu schaffen.