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Viele von uns nutzen die Corona-Pandemie, um sich einen Hund anzuschaffen. In dieser Ab-21-Folge erklären wir, was die Gründe für diesen Trend sind und warum er nicht unbedenklich ist.

"Man braucht sehr viel Geduld mit Straßenhunden, man darf nicht aufgeben."
Mieke über ihre Erfahrungen mit einem geretteten Hund

Manchmal würde sich Mieke wünschen, ihr Hund Teddy könne sprechen, sagt sie. Zusammen mit ihrer Schwester, mit der sie sich auch eine Wohnung teilt, hat sie im November 2020 einen Hund bei einer Tierschutzorganisation aus Bulgarien adoptiert. Da keiner die Vorgeschichte des Tieres kenne, sei bei seiner Erziehung viel Geduld nötig.

Mieke mit ihrem Hund Teddy.
© Mieke Wijnands
Mieke mit ihrem Hund Teddy.

Warum der Hunde-Boom auch bedenklich ist

In der Hundeschule in Frankfurt am Main, in der Iona Teichert neben ihrem Studium der Kynologie – also der Lehre von der Zucht, Dressur und den Krankheiten der Hunde – arbeitet, hat sie gerade aufgrund des Hunde-Booms viel zu tun. Dass sich viele Menschen jetzt ein Tier anschaffen, findet Iona "bedenklich, aber verständlich".

Hundetrainerin Iona mit einem ihrer Hunde.
© Iona Teichert
Hundetrainerin Iona mit einem ihrer Hunde.

Im Podcast erklärt sie, warum wir immer zuerst mit Expertinnen sprechen sollten, wenn wir mit dem Gedanken eines Hundekaufs spielen würden und sagt, was es sonst noch zu beachten gibt.

"Wenn man sich einen Hund anschaffen will, sollte man zuerst ein Beratungsgespräch führen."
Hundetrainerin Iona Teichert über die Herangehensweise beim Hundekauf

Wissenswertes zum Hunde-Boom:

  • Im Juni 2020 wurden etwa 39.000 Hunde bei der Tierschutzorganisation Tasso e.V. neu registriert. Im Jahr 2019 waren dies noch 31.400 Hunde. Das entspricht einem Anstieg von rund 25 Prozent die auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen sind.
  • Der Deutsche Tierschutzbund spricht allein zwischen Januar und Oktober 2020 von 75 Fällen von illegalem Heimtierhandel. Über 800 Tiere, vor allem Hunde, waren davon betroffen. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.
  • Wer sich einen Rassehund anschaffen will, der muss mehrere Hundert Euro zahlen. Doch durch den Hunde-Boom ist der Preis für ein Tier nur bedingt ein Hinweis auf einen seriösen Hundehändler. Beim Verband für das Deutsche Hundewesen gibt es eine Übersicht über Kriterien beim Kauf und über vertrauenswürdige Züchter.

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