Niedrigere Temperaturen und weniger Sonnenstunden lassen uns oft schlapp und müde werden, weil sich unser Hormonhaushalt an die Veränderungen anpasst. Es gibt aber ein paar Tricks gegen die Herbstmüdigkeit.

Herbstmüdigkeit kennen wir alle: Die Tage werden kürzer, weniger Sonnenlicht, niedrigere Temperaturen, der Körper fährt herunter. Viele haben dann ein größeres Bedürfnis nach Schlaf. Grund dafür ist, dass der menschliche Körper bei fehlendem Tageslicht vermehrt das Hormon Melatonin ausschüttet.

Melatonin, auch als "Schlafhormon" bekannt, sendet dem Körper das Signal, einen Gang herunterzuschalten und müde zu werden.

Tricks gegen die Herbstmüdigkeit

Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anna Kohn stellt einige Tipps gegen die Herbstmüdigkeit vor:

  • Rausgehen und Licht tanken, denn wir brauchen viel Tageslicht, damit wir wach sind.
  • Regelmäßig Sport treiben. Ein 15-minütiger Spaziergang in der Mittagspause kann schon ausreichen.
  • Wechselatmung und ähnliche Übungen wie sich zwischendrin mit den Fäusten auf die Brust trommeln und "Ha" rufen oder den Körper ausschütteln.
"Zunächst sollten wir uns fragen, ob wir über den Tag genug getrunken haben. Wenn wir dehydriert sind, können wir uns müde fühlen."
Anna Kohn, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Was nicht gegen Müdigkeit und Einschlafprobleme hilft: Alkohol. Zwar schlafen wir mit etwas Alkohol im Blut schneller ein, aber durch ein paar Gläser schlafen wir auch weniger tief. Deswegen fühlen wir uns nach acht Stunden Schlaf noch müde.

Unsere Reporterin erklärt, dass es außerdem sinnvoll sein kann, ein bis zwei Wochen keinen Kaffee zu trinken, denn das darin enthaltene Koffein wirkt aufputschend.

"Manche Menschen reagieren ja auf Koffein empfindlich. Sie merken die Auswirkungen vom Kaffee dann vielleicht auch noch am Abend."

Wer sich allerdings außergewöhnlich schlapp fühlt, sollte am besten einen Arzt oder eine Ärztin um Rat fragen.

  • Moderation:  Till Haase
  • Gesprächspartnerin:  Anna Kohn, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin