Die Temperaturen gehen runter. Für viele Spinnen das Startsignal, sich eine neue, schöne Bleibe zu suchen. Gerne auch bei uns zu Hause. Der Biologe Steffen Bayer erklärt, was wir für oder gegen die Krabbler tun können. 

Im Herbst kriegen wir in unseren Wohnungen oft ungebetenen Besuch von Spinnen. Die Achtbeiner wollen aber gar nichts von uns, sondern möchten lediglich ins Warme. Die männliche Hauswinkelspinne, die für europäische Verhältnisse recht groß ist, sucht aber auch nach paarungswilligen Weibchen und verirrt sich darum öfters mal in Häuser und Keller, sagt der Biologe Steffen Bayer.

"Die Tiere werden sich immer dort hinbewegen, wo es wärmer ist."
Steffen Bayer, Biologe

Die Spinnen brauchen aber auch Nahrung und werden sich darum nicht lange in der Wohnung aufhalten, sagt Bayer. Natürlich finden sie nicht immer von alleine hinaus. Aber es sei in jedem Fall besser, wenn man die Tiere wieder aussetzt, denn draußen würden sie einfach mehr Beute finden. Auch die trockene Heizungsluft setzt Spinnen zu, so Bayer.

Spinnen in Europa sind ungefährlich

Natürlich könnten Spinnen zubeißen, sagt der Biologe, aber die Spinnen, die wir in Deutschland und Europa antreffen, seien für Menschen ungefährlich. Ein Wespenstich sei wesentlich schmerzhafter als der Biss einer Spinne. Außerdem sind Spinnen Fluchttiere, die bei Gefahr davonlaufen und nur beißen, wenn sie in die Enge getrieben werden. Wer die Tiere aber erst gar nicht im Haus haben will, der macht am besten nachts alle Fenster zu. Da die meisten Spinnen nachtaktiv sind, würden diese nämlich gerade in der Nacht in die Wohnungen kommen, sagt Steffen Bayer.

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Die meisten Spinnen nehmen wir in unserer Wohnung aber kaum wahr, denn sie sind sehr klein. Viele Spinnen in Europa hätten einen Körpergröße von maximal sieben Millimetern, so der Biologe. Nur die oben genannte Winkelspinne sei eben größer und daher auffälliger.

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