Spinnen umbringen ist kinderleicht - Staubsauger genügt. Die Tiere lebend zu fangen, ist auch nicht kompliziert. Unsere Reporterin hat sich die Tricks der Jäger angesehen.

Menschen, die Angst vor Spinnen haben, leiden unter Arachnophobie. Gerade sind wieder einige davon unterwegs: Ein Amerikaner hat aus Panik vor einer Spinne sein halbes Haus abgefackelt, weil er diese mit einem selbst gebauten Flammenwerfer töten wollte.

Eine Studentin aus Großbritannien war mit einer anderen Methode erfolgreich. Sie hat sich Chicken Wings bestellt, die per Lieferservice gebracht wurden. Dann hat sie den Fahrer gefragt, ob er eine Spinne entfernen könnte. Mit dem Motorradhelm auf dem Kopf hat er die Spinne beseitigt – zur Erleichterung der jungen Frau.

Caro Bredendiek hat sich für uns umgehört, wie man sich die Tiere am einfachsten schnappen kann, am besten ohne sie anfassen zu müssen. Sie meint, dass das die beiden wohl besten Methoden sind:

  • Glas nehmen, über die Spinne drüber stülpen, Papier darunterschieben, rausbringen, fertig.
  • Leere Colaflasche zusammendrücken, über die Spinne stülpen, dann entsteht ein Unterdruck und der saugt die Spinne in die Flasche, rausbringen, fertig.

Und wer Platz hat und Geld ausgeben möchte, meint Caro, der kann sich natürlich auch einen Spinnenfänger kaufen. Diese Dinger haben einen langen Griff, ihr müsst nicht nah an das Tier ran. Eine Sorte funktioniert so: Behälter über die Spinne, per Knopfdruck schiebt sich eine Scheibe unter die Spinne und dann kann man sie rausbefördern, fertig.

Eigentlich kann man sie einfach rauswerfen - auch wer ziemlich weit oben wohnt. Steffen Bayer ist Arachnologe, also Spinnenforscher beim Naturkundemuseum in Karlsruhe. Er sagt, dass die geringe Größe der Spinnen bei uns in Deutschland ihnen beim Fallen zugute komme.

"Wenn die aus größerer Höhe fallen, spreizen die Spinnen alle Beine aus, um so mehr Luftwiderstand zu bieten. Die wird das locker überleben."

Auch größere Spinnen überleben einen Fall aus größerer Höhe wahrscheinlich, zumindest, wenn der Aufprall weich ist – wie bei Gras oder Sträuchern.

Wegsaugen ist hingegen in der Regel für Spinnen tödlich. Forscher haben tatsächlich schon mal 240 Spinnen eingesaugt und fast keine hat es überlebt. Und selbst, wenn eine überlebt, kommt sie kaum wieder raus, weil die meisten modernen Staubsauger Ventile haben, durch die Spinnen nicht hindurchkommen.

"Darauf achten, dass man das tagsüber lüftet. Die meisten Spinnen sind nachtaktiv."

Damit Spinnen nicht in die Wohnung kommen, gibt es zwei Lösungen:

  • Haustüren und Kellertüren gut abdichten 
  • Feinmaschige, leichte Fliegennetze anbringen

Weniger funktional ist hingegen die Abschreckung mit bestimmten Gerüchen: zum Beispiel mit Lavendel oder Essig. Caro meint, das eine Spinne im Haus ganz gut ist, weil sie andere Insekten und Schädlinge frisst - eine sehr rationale Begründung. Wer richtig Angst vor Spinnen hat, dem wird sie nicht helfen.

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