Wie ist eigentlich Stimmung? Fest steht: Die Stimmung ist schwer zu definieren, aber es gibt sie. Schlechte und gute, heitere und düstere Stimmungslagen können sehr konkret sein. Literaturwissenschaftlerin Friedericke Reents macht das diffuse Gefühl dingfest.

Wo kommt das Wort her? Was genau beschreibt es - gibt es philosophische oder psychologische Definitionsversuche? Das erläutert Dr. Friedericke Reents in ihrem Vortrag "Stimmung, oder wie immer man das nennen will" (Wolfgang Herrndorf). Über Möglichkeiten und Grenzen eines ästhetischen Begriffs".

"Das deutsche Wort 'Stimmung' gehört - anders als seine fremdsprachlichen Entsprechungen - ursprünglich in einen musikalischen Sinnzusammenhang."
Friedericke Reents, Literaturwissenschaftlerin, Universität Heidelberg

Wer jetzt glaubt, die Zeit der Stimmung in der deutschen Literatur sei seit mehreren Epochen vorbei, irrt. Die Rednerin zitiert zwar Goethe, Schiller und Fontane. Aber auch Wolfgang Herrndorf, bei dem sie den Titel ihres Vortrages "Stimmung, oder wie immer man das nennen will" entlehnt hat.

"Es ist jetzt Mode, von Stimmung zu sprechen und von In-Stimmung-Kommen."
Theodor Fontane, Der Sturm

Literaturwissenschaftlerin Friedericke Reents hielt ihren Vortrag im Rahmen der Interdisziplinären Vortragsreihe Heidelberg am 10. November 2016 an der Neuen Universität Heidelberg.

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