Vor 200 Jahren hatte Karl von Drais einen Geistesblitz: Er erfand eine "Laufmaschine" - ein Laufrad, aus dem später das Fahrrad wird, wie wir es kennen.

Karl von Drais konnte zum ersten Mal in der Praxis beweisen, dass zwei Räder in einer Spur einen Menschen transportieren können. Die Idee dazu hatte vor ihm niemand auf der Welt, mit seiner Erfindung hat er komplettes Neuland beschritten. 

Beine hoch statt auf die Bremse steigen

Sein Fahrrad hieß damals noch Laufmaschine oder Draisine und war aus Holz. Es hatte weder Pedale noch Bremse und sah in etwa aus, wie die Laufräder für Kinder heute. Die Beine mussten hoch gehoben werden, wenn die Geschwindigkeit zu sehr zunahm. Umso schwieriger, sich dann bei den ersten Pedalrädern wieder mit den Füßen umzuorientieren, wenn weiter gestrampelt werden musste. 

Der Technik-Historiker Volker Benad-Wagenhoff berichtet von merkwürdigen Verrenkungen, die Fahrradfahrer in solchen Situationen im 19. Jahrhundert verrichteten. Erhöhte Sturzgefahr inklusive. Später mit Bremse hat sich das Fahrrad als so einfach wie genial herausgestellt, so dass sich im Prinzip jeder auf diese Weise fortbewegen konnte.   

"Ein technisch begabter Laie konnte sein Fahrrad zumindest bis in die 1980er Jahre selber reparieren."

Die Reparatur bleibt heute allerdings Kennern vorbehalten. Zu speziell und kompliziert sind inzwischen Werkstoffe und technische Finessen an den hochmodernen Rädern geworden. Das Technoseum in Mannheim widmet dem Fahrrad zu seinem 200. Geburtstag eine Ausstellung.

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