Fenster auf, raus in die Sonne, weg mit dem Wintermuff! In uns explodiert geradezu Energie in den ersten Frühlingstagen - wir sind nicht mehr zu bremsen. Dr. Johannes weiß, wie wir uns die Frühlingsgefühle erhalten.

Mit den ersten warmen und sonnigen Frühlingstagen wird unser Hormonhaushalt richtig angekurbelt, erklärt Dr. Johannes. Der Hamburger Mediziner hat seine Sprechstunde im Netz.

Dr. Johannes rät
In der Sprechstunde bei Dr. Johannes

Wenn der Frühling beginnt, erwachen wir aus einer Art Winterschlaf, sagt Dr. Johannes. Weil wir in der nördlichen Hemisphäre im Winter nur wenig Licht abbekommen, haben wir besonders viel von dem Schlafhormon Melatonin in unserem Körper. Doch mit mehr Tageslicht, Wärme und den Frühlingsdüften schießen die Glückshormone Serotonin und Endorphine ins Blut.

"Die Hormone lassen es so richtig krachen."
Dr. Johannes, Netzdoktor

Auf den Energieschub folgt aber auch ziemlich schnell die Frühjahrsmüdigkeit, sagt Dr. Johannes. Der Körper gewöhnt sich an den neuen Hormonhaushalt und mit der Zeit lässt die Euphorie nach. Deshalb wäre es ganz sinnvoll, wenn man sich die Euphorie einteilen könnte. Glück ist immer dann besonders schön, sagt Dr. Johannes, wenn das Glücksgefühl zwischendurch auch mal Pause machen kann. Wer sich viel bewegt, gesellig ist und Sex hat, erhält sich die Glücksgefühle am längsten, erklärt der Netzdoktor. Gesunde Ernährung und beispielsweise Matcha- oder Mate-Tee liefern zusätzlich Energie.

Ein besonderes Glied: Der Mittelfinger

Ob Yanis Varoufakis nun den Mittelfinger gezeigt hat oder nicht, wir wollen von Dr. Johannes wissen, warum gerade der Mittelfinger eine besondere Rolle unter den fünf Fingern unserer Hand spielt.

"Aus medizinischer Sicht ist der Mittelfinger fast so faszinierend wie die anderen Finger, die rechts und links davon sind. Das Spannende an ihm ist, dass er der längste ist."
Dr. Johannes, Netzdoktor

Der Finger besteht aus drei Knochengliedern, die durch die Gelenke verbunden sind. Die Kraft der Hand oder in den Fingern kommt aus den Muskeln im Unterarm, die die Finger beugen und strecken.

"Das Kuriose ist, dass man den Mittelfinger gar nicht so gut bewegen kann wie den Zeigefinger oder kleinen Finger, weil die haben extra Muskeln."
Dr. Johannes, Netzdoktor