Irma bewegt sich auf Florida zu. Laut Meteorologen ist sie der stärkste je gemessene Hurrikan, mit bis zu 300 Stundenkilometern.

Hurrikan Irma kommt - und die Menschen bringen sich in Sicherheit. Mit diesem Sturm ist nicht zu spaßen, sagen die Experten. Also verlassen Millionen US-Amerikaner ihre Häuser, weg von der Küste, rein ins Landesinnere.

Aber wie misst man überhaupt die Heftigkeit eines solchen Sturms? "Wetterstationen haben kaum eine Chance", sagt Meteorologe Jürgen Vollmer. Zum einen stehen sie nicht auf dem Meer, von wo der Sturm ja kommt. Zum anderen halten sie kaum Windgeschwindigkeiten über 250 Stundenkilometer aus.

Hurrikan-Jäger im Einsatz für die Wissenschaft

"Man braucht da ganz verwegene Menschen", die helfen: Hurrikanjäger. Die bringen die elektronischen Messgeräte in die Zone des Sturms, wo die Windgeschwindigkeiten am höchsten sind: in die Randzone des Auges.

"Hurrikanjäger oder -flieger fliegen in den Sturm hinein, versuchen das Auge zu erreichen - und unterwegs werfen sie Messgeräte ab."
Jürgen Vollmer, Meteorologe
Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Von der Erde aus versucht man dann, die Funksignale der Sonde im Sturm abzufangen und die Windgeschwindigkeit des Hurrikans zu berechnen.

In den Hurrikan Irma sind die Flieger mehrmals geflogen: "Auch, um dort den Luftdruck zu messen." Das geschieht ebenfalls mit Hilfe einer Sonde, die vom Flugzeug aus abgeworfen wird.

"Man kann sich das vorstellen wie ein großes Karussell auf dem Jahrmarkt: Wenn man vom Rand her versucht, das festzuhalten, dann wird es etwas langsamer."
Jürgen Vollmer, Meteorologe

In Florida mussten 600.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen, Millionen sind auf der Flucht. Irma ist ein gewaltiger Hurrikan - schon allein der Größe wegen. Er ist fast so groß wie der Bundesstaat Florida selbst.

An Land bremst der Sturm leicht ab

Wenn der Sturm - vermutlich in der Nacht auf Sonntag (10.09.2017) - auf das US-Festland treffen wird, bremst er voraussichtlich leicht ab. Aber "Irma bekommt nach wie vor vom Meer her jede Menge Energie-Nachschub", sagt der Meteorologe Jürgen Vollmer. Darum ist aus dem Kategorie-4-Hurrikan wieder eine Kategorie 5 geworden, nachdem sich Irma über Kuba leicht abgeschwächt hatte.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Bei der Berechnung der Hurrikan-Geschwindigkeit spielen eine Vielzahl weiterer Daten eine Rolle, sagt Jürgen Vollmer. Etwa Satelliten-Bilder oder Daten zur Temperatur der Wolkenoberfläche. "So hat man eine Fülle von Daten, die man miteinander vergleichen und in Relation zueinander setzen kann." Durch Einbeziehung all der Daten komme man dann zu einigermaßen genauen Vorhersagen darüber, wie sich der Hurrikan verhalten wird. 

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Angst vor der Flut und Überschwemmungen

Neben dem Wind ist die zweite Gefahr bei Hurrikanen die der Überschwemmung: Denn die Stürme treiben Wasser vor sich her und erzeugen - wie jetzt Irma - mehr als zehn Meter hohe Wellen. "Gerade flache Strände und Inselgruppen wie die Florida Keys werden dem wenig entgegenzusetzen haben." Zu Flut und Überschwemmung kommen nämlich auch noch gewaltige Regenmassen, die der Sturm mit sich bringt.

"Irma führt eine gigantische Sturmflut vor sich her: Das ist ein Wasserstand, der ist schon von vornherein etwa fünf bis sieben Meter höher als normal."
Jürgen Vollmer, Meteorologe