Imaani kommt im Iran auf die Welt, als der erste Golfkrieg ausbricht. Als Kind wird er nach Norwegen geschleust. Dann muss er nach Deutschland und sagt: "Ich werde mich nie anpassen."

Die Splitter haben es ihm angetan. Allein streift er nach den Luftangriffen durch seine Geburtsstadt Ahwaz im Iran. "Die Splitter hatten eine tiefere Bedeutung für mich. Da waren so fremde Zeichen drauf. Ich habe gedacht: Vielleicht gibt es irgendwo etwas Schöneres als Iran." Das Land ist im Krieg. Zur Beerdigungen geht Imaanis Familie nur noch bei engen Angehörigen.

"Ich komme mit Einsamkeit sehr gut zurecht."
Imaani Brown

Tod und Gewalt gehören zum Alltag: "Mein Vater hat meine Mutter windelweich geschlagen!" Bis heute hat Imaani eine Narbe an der linken Augenbraue. Dort trifft ihn ein Schlag seines Vaters, als Imaani sich schützend vor seine Mutter stellt.

"Die CSU ist viel schlimmer als die AfD – die sitzen in der Regierung."
Imaani Brown

Als Imaani sechs Jahre alt ist, schickt ihn sein Vater aus dem Land. Imaani landet in Norwegen, bei Onkel und Tante. "Norwegen ist das beste Land der Welt!" Doch Imaani kann nicht bleiben. Als seine Tante stirbt, setzt ihn sein Onkel kurzerhand in der Kälte aus. Die Behörden schicken ihn schließlich nach Deutschland. Dorthin ist mittlerweile auch seine Mutter mit seinen Geschwistern geflohen. Sein Vater bleibt im Iran. So kommt Imaani schließlich nach Schwaben. Und erfährt etwas, was er in Norwegen nicht erlebt hat: Rassismus.

"Die Deutschen haben eine sehr komische Vorstellung von Integration."
Imaani Brown

Heute sagt er: Heimat ist ihm scheißegal. Deshalb erzählt Imaani in "Eine Stunde Talk", warum Norwegen sein Traumland, Barcelona die beste Stadt der Welt ist und er natürlich in seinem Schwaben-Ländle alt werden will. Da bleiben ihm noch 10 Jahre. Sagen Imaanis Ärzte.