Die Deutschen sind die Könige des Sparstrumpfs: im Schnitt werden ganze zehn Prozent des Einkommens nicht ausgegeben. Mit dieser Sparquote liegt Deutschland im europäischen Vergleich ganz weit vorne.

Klar, es gibt Anschaffungen, da sind Kredite notwendig. Das Geld für einen Haus- oder Wohnungskauf hat wohl niemand einfach so unter der Matratze liegen. Für viele andere Anschaffungen aber, erzählt Wirtschaftsjournalist Hermann-Josef Tenhagen, sparen die Deutschen sich die Summe lieber an als auf einen Kredit angewiesen zu sein.

Alltagssparen, Rentenvorsorge, Sonntagssparen

Sparen an sich sei sogar sehr vernünftig, obwohl die Zinsen derzeit im Keller sind. So rät Hermann-Josef Tenhagen zum Beispiel zu einem kleinen Polster auf einem Tagesgeldkonto. Dafür gibt es zwar kaum noch Zinsen, aber im Fall der Fälle muss man auch nicht ins Dispo. Diese Form des Sparens nennt der Wirtschaftsjournalist das Alltagssparen.

"Ein Tagesgeldkonto mit zwei Monatseinkommen ist super. Dann braucht man nie wieder in den Dispo rein. Ein Dispo kostet 11-12 Prozent und das sind wenn sie so wollen 12 Prozent renditefrei."
Hermann-Josef Tenhagen, Wirtschaftsjournalist

Wer neben dem kleinen Polster noch ein bisschen Geld zum Sparen übrig hat, der sollte in die Altersvorsorge investieren. Erst dann kommt das, was Hermann-Josef Tenhagen das Sonntagssparen nennt. Dabei geht es um langfristige Geldanlagen. Wer sicher ist, dass er auf eine bestimmte Summe Geld mindestens die nächsten zehn Jahre verzichten kann, für den können Aktiengeschäfte wie Index-Fonds eine lohnende Investition sein.