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Wer wechselnde Sexualpartnerinnen oder -partner hat, sollte sich regelmäßig checken lassen, sagt Theresa Voß. Die Health Adviserin weiß, wie schambehaftet frei gelebte Sexualität immer noch ist - und wie viel Unwissen es beim Thema sexuelle Gesundheit gibt. Ihr Plädoyer: Das sollte sich ändern.

Theresa Voß ist Health Adviserin. Sie berät zu fast allen Themen rund um sexuelle Gesundheit. Sie arbeitet im Walk in Ruhr (WIR), einem interdisziplinären Beratungszentrum in Bochum. Auch heute noch brauchen viele Frauen, die zu ihr kommen, Mut, sagt sie. Viele schämten sich, sich nach mehreren Sexualpartnern oder -partnerinnen untersuchen zu lassen.

"Auch heute noch ist frei gelebte Sexualität bei Frauen teilweise stigmatisiert und schambehaftet. Solche Schuldgefühle versuchen wir zu nehmen."
Theresa Voß, Health Adviserin, Walk in Ruhr (Zentrum für sexuelle Gesundheit, Bochum)

Welche sexuell übertragbaren Infektionen Frauen kennen sollten, welche unterschiedlichen Formen der Schwangerschaftsverhütung heute zur Auswahl stehen, und was bei Menstruationsbeschwerden zu tun ist: Theresa Voß und ihre Kollegin sind als "Health Adviserinnen" dafür da, wenn es um solche und andere Fragen sexueller Gesundheit geht.

"Angst darf kein Teil von Sexualität sein."
Theresa Voß, Health Adviserin, Walk in Ruhr

Die Health Adviserin klärt zum Beispiel darüber auf, warum eine Impfung vor HPV schützt und wichtig ist.

Wenn sie mal selbst nicht weiterhelfen kann, vermittelt Theresa Kontakte – zum Beispiel zur hauseigenen Gynäkologin oder anderen Beratungsstellen wie Pro Familia oder der Aidshilfe.

STI-Check möglich – auch anonym

Im WIR-Zentrum in Bochum können sich Menschen auch direkt auf sexuell übertragbare Infektionen (STIs) testen lassen. Theresa erzählt in "Eine Stunde Liebe", wie oft ein solcher Check-up Sinn macht.

"Wir sagen den Leuten: Wenn ihr wechselnde Partner oder Partnerinnen habt, macht einmal im Jahr einen Check-up zu sexueller Gesundheit."
Theresa Voß, Health Adviserin, Walk in Ruhr (Zentrum für sexuelle Gesundheit, Bochum)

Dem Wissen über die weibliche Sexualität kann die Beraterin häufig ein wenig auf die Sprünge helfen. Niemand sollte zum Beispiel Schmerzen beim Sex hinnehmen. Oft kann Theresa Frauen auch Ängste nehmen, wenn sie beispielsweise fürchten, wegen einer Chlamydieninfektion unfruchtbar zu sein.

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