Ein Zeitenwandel: Seit dem Frühling 2014 sind weltweit mehr Menschen mobil online als mit einem Desktop-Rechner, erzählt DRadio-Wissen-Reporter Konstantin Zurawski. Und diejenigen, die mit Smartphone und Tablet online gehen, verbringen 86 Prozent der Surfzeit in Apps und nur 14 Prozent im Browser. Kritiker befürchten das Ende des freien Netzes.

Apps sind in, Browser sind out. Chris Dixon von der Venture-Capital-Firma Andreessen Horowitz findet, dass der Trend zu mehr Apps beunruhigend ist. Wenn Unternehmen ihre Services und Informationen nur noch in Apps anböten, leide die Innovation, schreibt Dixon. Ein weiteres Problem: Das Netz sei in der Struktur von Apps kein freies Netz mehr - denn so bestimmten Google oder Apple die Regeln.

Alles halb so schlimm

Etwas anders sieht das der US-amerikanische Blogger John Gruber, der unter dem Namen Daring Fireball bloggt. Man könne nicht zwischen App und Browser trennen, denn viele Apps hätten eigene Browser integriert, Facebook zum Beispiel. Und dann würde zu dieser großen statistischen Zahl auch Spiele gerechnet. Und ein Spiel auf einem Smartphone, das stünde ja überhaupt nicht in Konkurrenz zum Surfen im Browser, sondern höchstens zum Spielen eines PC-Spiels auf einem richtigen Computer.