Es sieht aus wie ein Hochglanzmagazin, ist aber pure Propaganda. Mit dem Onlinemagazin Dabiq macht die Terrorgruppe IS Werbung für den Heiligen Krieg.

Dabiq erscheint seit Juli 2014 im Netz - als PDF. Es hat auch schon einmal eine deutsche Ausgabe gegeben - allerdings mit vielen Grammatik- und Rechtschreibfehlern. "Da wurden direkt deutsche Akademiker angesprochen: Ingenieure, Richter, Menschen, die in der Verwaltung arbeiten. Die sollten nach Syrien und in den Irak kommen, um ihre Fachkenntnisse für den Heiligen Krieg einzubringen."

"Dabiq ist ein Ort in Syrien. Der Name Dabiq steht für manche Muslime mythisch für die finale Schlacht zwischen muslimischen Kämpfern und den Ungläubigen."

In Dabiq verklärt der IS die eigenen Kämpfer und die eigenen Taten. Sie werden in Siegerposen gezeigt - die Maschinengewehre im Anschlag. In der siebten Ausgabe feiert Dabiq die erschossenen Täter von Paris als Helden. Dazu gibt es eine Homestory über Terroristen und Fotos von den 21 ägyptischen Kopten, die IS enthauptet hat. Das Ziel: IS will damit neue Kämpfer im Westen anwerben.

"Gefährlich ist, dass sich Dabiq modern und professional präsentiert - zugeschnitten auf den jungen Leser im Westen, die man dadurch rekrutieren will."
Screenshot IS Propaganda-Magazin Dabiq
© Screenshot IS Propaganda-Magazin Dabiq
Screenshot IS Propaganda-Magazin Dabiq

Kriegspropaganda in modernem Gewand

Menschenverachtung in adrettem Layout

Herausgegeben wird Dabiq vom El Hayat Media Center, der Medienabteilung des Islamischen Staates. Die Server liegen in den USA.

"Man muss die Würgereflexe unter Kontrolle halten: Die Homestory ist über Terroristen und die Fotos zeigen die 21 ägyptischen Kopten, die am Wochenende zu ihrer Enthauptung geführt wurden."