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Vergangene Woche wurden alle Corona-Impfungen mit Astra-Zeneca vorübergehend ausgesetzt. Auch der Termin von Risikopatientin Jasmin Schreiber wurde abgesagt. Nun muss sie wieder warten und erzählt, wie es ihr damit geht.

Für viele von uns fühlt sich die Aussicht auf eine Impfung wie das Licht am Ende des Corona-Tunnels an. Seit Ende Dezember 2020 wird in Deutschland geimpft – zuerst sind ältere Menschen, bestimmte Berufsgruppen oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen an der Reihe. Die genaue Reihenfolge hat der Bund festgelegt, hier könnt ihr die Einteilung nachlesen.

Die Autorin Jasmin Schreiber hat eine schwere Lungenkrankheit und gehört zur Risikogruppe 2. Eigentlich hätte sie in der vergangenen Woche mit Astra-Zeneca geimpft werden sollen. Doch dann setzte die Bundesregierung auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts alle Impfungen mit dem Vakzin aus. Ein Experten-Komitee untersuchte eine mögliche Häufung von Hirnvenenthrombosen nach der Impfung.

Auch der Impftermin von Jasmin wurde abgesagt

Die Mail mit der Impfabsage landete um Mitternacht im Postfach von Jasmin. Auch wenn sie damit gerechnet habe, habe sie das am nächsten Morgen erst mal "zum Kotzen" gefunden. "Es war mir ja schon klar, aber ich dachte: Es ist wie bei einem Marathon-Rennen und kurz vor dem Ziel bekommst du ein Bein gestellt", sagt sie. Trotz der Absage hat Jasmin den Impftermin zunächst nicht aus ihrem Kalender gestrichen.

"Es hat mir geholfen zu sehen, dass der Impftermin schon einmal real war und dass er schon wieder kommen wird."
Jasmin über das abgesagte Impfdatum in ihrem Kalender

Wann sie einen neuen Termin bekommt, weiß Jasmin noch nicht. Das nervt natürlich, sagt sie, aber: "Ich warte schon so lange. Ich sitze jetzt seit über einem Jahr zu Hause. Dass es jetzt drei oder vier Wochen länger dauert, spüre ich - glaube ich - nicht mehr in diesem Zustand."

Seit einem Jahr sei ihr Leben eher reizarm und monoton. Freundinnen und Freunde sehe sie hauptsächlich über Video-Anrufe. Ihre sozialen Kontakte beschränkten sich auf vier Mitglieder ihrer Familie. Ihren Partner, der in Israel lebt, habe sie kaum sehen können. Auf all diese Dinge muss Jasmin nun noch ein paar Wochen länger warten. "Die Aussicht auf eine Impfung ist der Hoffnungsschimmer. Darauf, dass ich zum Beispiel in den Supermarkt gehen kann und nicht mehr so viel Angst haben muss", erklärt sie.

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