Extrem Rechte geben sich als harmlose Influencer. Gut organisierte Netzwerke rechter Gruppen mobilisieren und versuchen den Diskurs in den Medien zu verschieben. Der Journalist Patrick Stegemann berichtet über Mobilmachung der Rechtsextremen.

Rechtsextreme scheinen mit sozialen Medien jene Werkzeuge in die Hand bekommen zu haben, mit denen sie ihre Gesinnung am effektivsten verbreiten können: Sie nutzen Social Media strategisch, um den gesellschaftlichen Diskurs zu verschieben, aber auch um unliebsame Journalisten zu diffamieren. Gut organisiert und finanziert - so beschreibt der Journalist Patrick Stegemann diese Netzwerke.

Digital-autoritäre Revolte

Diese Netzwerke schafften einen Raum der Radikalisierung, zu dem es viele Zugänge gebe. Das ist eine digital-autoritäre Revolte, sagt Patrick Stegemann.

"Sie haben eigene Influencerinnen, die die Kultur der Jugend erobern sollen. Sie bauen auf Youtube und Instagram ganze Netzwerke auf und erschaffen so einen Raum der Radikalisierung mit unzähligen Eingängen. Es ist eine digital-autoritäre Revolte."
Patrick Stegemann, Journalist

Für sein Buch "Die rechte Mobilmachung — wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen" hat Patrick Stegemann mit Sören Musyal undercover im Netz recherchiert. Über seine Recherche berichtet in Eine Stunde Was mit Medien.

Eine Stunde Was mit Medien im Netz

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