Die 23-jährige Politikjournalistin Yasmine M'Barek hat sich gefragt, warum in der deutschen Politik manche Debatten scheitern wie rund um die Corona-Maßnahmen oder den Klimaschutz. Aus ihrer Sicht mangelt es an Kommunikation, Transparenz und vor allem Kompromissen.

Dass Yasmine M'Barek Journalistin werden will, stand für sie nach dem Abitur fest. Sie hat sich bei einer Journalistenschule beworben und angefangen journalistisch zu Arbeiten. Politik war in ihrer Familie schon immer ein Thema, das sie heute weiter brennend interessiert. Sie hat sich einen Presseausweis besorgt und ist auf Parteitage gefahren und kennt inzwischen viele Menschen aus dem Politikbetrieb.

Nach der Journalistenschule hat sie als festangestellte Politikjournalistin bei Zeit online angefangen und arbeitet im Ressort X, das für längere Reportagen und Schwerpunktthemen zuständig ist.

"Die Kompromissbereitschaft der Bundesregierung war bei den Bund-Länder-Runden in der Pandemie groß. Aber unter den Ländern gab es durchaus einfach aggressive Eierschaukler-Reibereien, die dazwischen gegrätscht haben."
Yasmine M'Barek, Journalistin

Selbst sieht sich die Journalistin eher nicht in der tagesaktuellen Berichterstattung, sondern bei hintergründigen Analysen. So sei auch ihr Buch "Radikale Kompromisse. Warum wir uns für eine bessere Politik in der Mitte treffen müssen" angelegt. Sie blicke darin auch retrospektiv auf die Generation Z zurück, der die 23-Jährige angehört.

Hauptproblem der Politik: Kommunikation

Für Yasmine M'Barek haben die politischen Debatten in Deutschland das Problem, dass vieles intransparent ablaufe. Deshalb geht es in ihrem Buch um die Kompromissfindung in der Politik, damit diese besser werde.

"Mein Buch ist eine Analyse und Plädoyer dafür, dass die Realpolitik in unserer Demokratie doch sehr viel Sinn macht."
Yasmine M'Barek, Journalistin

Ein Hauptproblem der deutschen Politik sei die Kommunikation und eine mangelnde Fehlerkultur. "Das heißt, es gibt selten öffentliche Debatten mit den jeweiligen Akteuren über das, was falsch gelaufen ist, weil das als Schwäche ausgelegt wird", meint Yasmine M'Barek. Nach politischen Fehlern mangele es dann an Aufarbeitung.

Im Gespräch mit Sebastian Sonntag erläutert Yasmine M'Barek ihre Ideen von Debatten- und Fehlerkultur und Realpolitik an Beispielen wie Klimaschutz, Energiewende, Atomausstieg und Corona-Maßnahmen. Einfach oben auf den Play-Button klicken, um das ganze Gespräch zu hören.