Um Kakao anzubauen, wird in der Elfenbeinküste Regenwald gerodet. Die Regierung und große Süßigkeitenkonzerne tun wenig dagegen. 

Der Bericht der Nicht-Regierungsorganisation Mighty Earth schildert nichts Gutes über die Produktion von Kakaobohnen. 

"Die Situation im Kakaoanbau, vor allem in Westafrika, ist momentan sehr bitter, weil ein Großteil der Produzenten in Armut oder extremer Armut lebt."
Johannes Schorling, Inkota

Johannes Schorling von der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Inkota engagiert sich für faire Arbeitsbedingungen beim Kakaoanbau. Für die NGO Mighty Earth, die den Bericht verfasst hat, geht es in erster Linie um Naturschutz.

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Mit steigendem Alter der Kakaopflanzen sinkt der Ertrag. Darum müssen die Bauern für die gleiche Ernte größere Plantagen betreiben und weichen auch auf Nationalparks aus. Dieser illegale Kakao wird auf dem Weltmarkt günstiger gehandelt, was verlockend ist für die Schokoladenproduzenten.

Vom Kaufpreis einer Schokolade gehen 85 Prozent am Ende an die Hersteller und Verkäufer. Die Bauern erhalten 6,6 Prozent.

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Vonseiten der Industrie gibt es immer wieder Versprechungen. Wirklich geändert wird nur wenig, sagt Schorling. Eine zusätzliche Prämie könnte den Bauern dabei helfen, ihre Existenz zu sichern. NGOs halten das für eine gute Idee, die Konzerne lehnen aber ab.

​Mars und Lindt geben Einblicke

Auf unsere Anfrage an mehrere Schokoladenhersteller schrieb beispielsweise Mars, dass das Unternehmen mit den großen Siegeln wie UTZ, Rainforest Alliance und Fairtrade zusammenarbeite. Mars beziehe auch 50 Prozent des Kakaos aus zertifiziertem Anbau. Lindt schrieb uns, man beziehe nur Kakao aus Ghana, und der sei zu 100 Prozent zertifiziert.