Zurzeit bewegen sich sieben Wirbelstürme gleichzeitig auf den Meeren. Das ist nicht ganz ungewöhnlich, weil die Hurrikan-Saison begonnen hat. Meteorologin Verena Leyendecker erklärt aber, warum sie künftig stärker werden und inwieweit das mit dem Klimawandel zusammenhängt. 

Auf dem Atlantik ist gerade ein Wirbelsturm der Kategorie vier Richtung US-Ostküste unterwegs. Experten gehen davon aus, dass die derzeitige Spitzengeschwindigkeit von 220 Stundenkilometern noch zunehmen wird und dass Florence die höchste Stufe fünf erreicht. Die Behörden lassen ganze Küstenregionen evakuieren, das National Hurricane Center hat für North und South Carolina sowie Virginia eine Warnung vor lebensbedrohlichen Sturmfluten herausgegeben - sogar von einem "historischen Sturm" ist die Rede.

"Florence wird schwere Schäden verursachen"

Meteorologin Verena Leyendecker geht auch davon aus, dass Florence schwere Schäden anrichten wird, möchte aber noch nicht von historisch sprechen. Das könne man jetzt noch nicht definitiv sagen, weil sich der Hurrikan auf dem Meer noch entwickelt, sagt sie. Das Ausmaß von Katrina aus dem Jahr 2005 habe er aber noch nicht erreicht. 

Sieben Wirbelstürme gleichzeitig

Schaut man sich den Atlantik und den Pazifik an, sind es derzeit sieben Wirbelstürme gleichzeitig, die dort unterwegs sind. Bis auf einen, der Richtung Wochenende auf Hongkong zusteuert und auch recht stark ist, seien die anderen aber harmlos. 

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Die Klimaforscher haben das Thema Klimawandel im Blick und füttern die Datenbanken mit Werten. Dass die Zahl der Hurrikans zunimmt, lässt sich anhand dessen nicht klar sagen - was man aber sagen kann, so Verena Leyendecker, dass die Hurrikans stärker werden. Das liege daran, dass die Atmosphäre und die Meere wärmer werden.

"Warme Atmosphäre kann einfach mehr Wasserdampf aufnehmen und deshalb gehen die Klimamodelle davon aus, dass die Hurrikans stärker werden."

Die Hurrikans entstehen vor der afrikanischen Küste und sind erst einmal eine Ansammlung von Gewittern, sagt Verena Leyendecker. Wenn sie dann rausziehen aufs Meer, saugen sie mit der wasserdampfhaltigen Luft über dem Meer immer mehr Energie auf und rotieren dann, wodurch sie immer größer und stärker werden. Letztlich kommen sie dann an der US-Küste an und richten durch hohe Windgeschwindigkeiten und Regenfälle schwere Schäden an. 

Bei Hurrikan Florence wird es so sein, dass er - nachdem er auf die Küste getroffen ist - Richtung Norden weiter zieht und sich dann abschwächt, so Verena Leyendecker. Ab und zu kommt vor, dass wir in Europa auch etwas davon mitbekommen, wie im Jahr 2017, als Ophelia von der nordamerikanischen Küste zu uns abgedreht ist und etwas abgeschwächt, aber immer noch mit zehn Meter hohen Wellen, auf Irland traf.  

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