Wirbelstürme verlagern ihren Aktionsradius weg vom Äquator hin zu den Polen. Auf ihrem Weg werden sie über Mega-Städte wie Hongkong oder Shanghai hinweg ziehen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel zu einer Ausdehnung der tropischen Klimazone rund um den Äquator führt. Außerdem sorgt er dafür, dass die Oberflächentemperatur der Meere steigt, wodurch die Zahl der Wirbelstürme zunimmt. Diese entstehen durch Druckunterschiede zwischen den Luftschichten. Spezielle Winde sorgen für einen Ausgleich dieser Druckunterschiede. Die Ausgleichswinde haben am Äquator zugenommen, wodurch das Wirbelsturmrisiko abnimmt. In Richtung der Pole haben diese ausgleichenden Winde jedoch abgenommen und dafür das Wirbelsturmrisiko zugenommen.

Dichtbesiedelte Regionen betroffen

Diese Risikozone wandert rund 50 Kilometer pro Jahrzehnt Richtung Norden und rund 60 Kilometer pro Jahrzehnt Richtung Süden. In Gefahr sind beispielsweise Regionen, die auf einem Breitengrad liegen wie Hongkong, Shanghai, Japan und Südkorea. Eine Zone, in der rund 60 Millionen Menschen leben, die Wirbelstürmen bislang noch völlig unvorbereitet gegenüberstehen.

Details über die Studie der Wissenschaftler im Fachmagazin Nature:

Forscher haben Satellitendaten der letzten 30 Jahre - von 1981 bis 2012 - ausgewertet. Dabei haben sie bei den verschiedenen Stürmen immer die Position verglichen, an der der Sturm am intensivsten ist.