Um gut beheizt durch Herbst und Winter zu kommen, müssten wir schon jetzt ein Viertel weniger Gas verbrauchen, haben Forschende der Unis Köln und Bonn berechnet. In der Küche können wir mit ein paar Tricks sparen.

In den rund 41 Millionen Haushalten in Deutschland wird der Energiebedarf immer noch zu einem Großteil aus Erdgas, Öl und Kohle gedeckt. Viele Energiefresser – wie etwa Herd, Ofen oder Kühlschrank – in unserem Haushalt befinden sich in der Küche. Dort verbrauchen wir mehr als ein Drittel aller Energie.

"Ein Drittel der Energie, die wir zu Hause verbrauchen, wird in der Küche genutzt."
Martin Schmitt, Deutschlandfunk Nova

Doch das ist ein Verbrauch, der sich wirtschaftlich und ohne, dass wir unsere Lebensqualität senken müssen, reduzieren lässt – und das schon mit kleinen Maßnahmen. Wir stellen die Wichtigsten vor.

Wer oft kocht, kann in der Küche viel Energie sparen

  • Die Gefriertruhe beziehungsweise das Gefrierfach abschalten und abtauen. Denn wenn sich die zusätzliche Eisschicht auf das Kühlsystem legt, arbeitet das Gerät nicht mehr effizient. Mit einem nicht vereisten Gefrierfach lassen sich bis zu 30 Prozent Energie sparen.
  • Ein Wasserkocher ist viel effizienter als ein Elektroherd, wenn wir Wasser warm machen wollen. Mehr als 50 Prozent Energieersparnis bedeutet das bei einem Liter Wasser.
  • Ein Brötchen auf einem Toaster statt im großen Ofen aufzubacken, spart mindestens 50 Prozent Energie.
  • Ein zu kleiner Topf auf einer großen Herdplatte verbraucht unnötig Energie. Wenn der Topf auf die Platte passt, lassen sich 30 Prozent Energie einsparen
  • Speisen mit der Restwärme einer Herdplatte noch erhitzen lassen.
  • Youtuberin Svenja Preuster alias Fräulein Öko gibt den Tipp, den Deckel beim Kochen auf den Topf zu setzen. "Mit einem Deckel auf dem Topf kann man die Herdplatte ein bis zwei Stufen runterdrehen. Im Topf kocht es dann trotzdem noch", sagt sie. Den gleichen Tipp gibt die Verbraucher Initiative aus Berlin.
  • Mit einem Schnellkochtopf lässt sich zusätzlich noch Energie sparen, weil er so dicht ist, dass Energie optimal genutzt werden kann.