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Bikini, Badeshorts oder Burkini. Wir kleiden uns ganz unterschiedlich für Freibad, Pool und Strand. In dieser Folge der Ab21 verrät Kathrin, warum sie nur noch nackt schwimmen geht, eine Modejournalistin erklärt, wie unsere Körperbilder sich verändert haben und ein trans Mann erzählt, wie sich sein erster Sommer in Badehose anfühlt.

Beim Baden im Schwimmbad und am Strand störten Kathrin die Blicke anderer Menschen auf ihren Körper. Als sie mehr oder weniger zufällig nackt baden geht, empfindet sie das als große Erleichterung, wie sie sagt. "Beim FKK fällt dieser Begutachtungsprozess einfach weg", erzählt sie. Dieses Erlebnis sei für das Körpergefühl von Kathrin so positiv gewesen, dass sie seitdem keine Badekleidung mehr getragen hat.

Kathrin Tschorn
© Noack - Fotografik
Kathrin findet, dass Körper beim FKK weniger wichtig sind.

Warum wir uns am Strand vor allem wohlfühlen müssen

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, "dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen und Dinge tragen, die uns Sicherheit geben", erklärt die Modejournalistin Miriam Amro. Wie sich die Mode verändert hat und warum die Attitüde bei Badeanzug, Bikini und Co. inzwischen wichtiger sei als das Stück Stoff selbst, das verrät Miriam im Podcast.

Die Modeexpertin Miriam Amro.
© Dennis Kayser
Wohlfühlen ist bei Strandmode in diesem Sommer das bestimmende Thema, sagt Miriam Amro.
"Ich kann ich selbst sein und ich muss mich nicht mehr verstecken."
Eden über das Baden mit Badehose

Damit trans Mann Eden sich im Freibad wohlfühlen kann, brauchte er eine Mastektomie, also eine Operation, bei der die Brüste entfernt werden. Da die OP im Oktober 2020 stattfand, ist jetzt der erste Sommer, in dem er nur in Badehose schwimmen gehen kann. Im Podcast erzählt er, wie sich das für ihn anfühlt und wie sich sein Körpergefühl verändert hat.

Eden mit Badehose am See.
© Eden
Eden bei einem seiner ersten See-Besuche in Badehose.

Auch spannend:

Wissenswertes zu Körpern und Schönheitsidealen:

  • 40 Prozent der Menschen in Deutschland haben einer Umfrage der TU München zufolge während der Corona-Pandemie zugelegt. Im Durchschnitt lag die Gewichtszunahme bei 5,6 Kilogramm.
  • Zwei Drittel der Männer und über die Hälfte der Frauen in Deutschland sind laut dem Robert Koch-Institut übergewichtig. Ein Viertel aller erwachsenen Menschen in Deutschland ist stark übergewichtig, also adipös.
  • 18 Millionen Menschen in Deutschland haben laut der Verbrauchs- und Medienanalyse 2021 einen großen oder sehr großen Wunsch abzunehmen. 29 Millionen sind hingegen kaum oder gar nicht an Gewichtsabnahme interessiert.
  • Wenn Männer Schönheitsidealen nacheifern, dann wollen sie oft so muskulös sein wie Models oder Sportler. Muskelsdysmorphie beschreibt die Sucht nach Muskeln und Selbstoptimierung, von der vor allem Männer betroffen sind.
  • Skandinavische Forschende entwickelten eine künstliche Intelligenz (KI), die aus Hirnströmen von Menschen ablesen kann, was eine Person attraktiv findet. Anschließend generiert der Computer Gesichter, die dem persönlichen Schönheitsideal entsprechen. Es scheint zu funktionieren: In einem Experiment mit 30 Probanden und Probandinnen wurden die generierten Gesichter in knapp 90 Prozent der Fälle favorisiert.
  • Wie zufrieden wir mit unserem Aussehen sind, hängt auch mit den uns antrainierten Geschlechterrollen zusammen. Forschende der Universität Bielefeld befragten Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren und stellten fest, dass diejenigen, die sich an traditionellen Rollenbildern orientierten, unzufriedener mit ihrem Körper sind.

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