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In einer Video-Konferenz aufs eigene Gesicht starren und unzufrieden sein – das Gefühl kennen viele von uns. Einige haben deswegen auch was machen lassen. In der Ab 21 besprechen wir, wieso Beauty-Eingriffe in der Pandemie so viel gängiger geworden sind.

Franzi hat sich während der Pandemie ihre Nase operieren lassen – obwohl viele in ihrem engen Umfeld dagegen waren. "Das ist ja mein Körper und ich muss mich wohlfühlen", sagt sie dazu. Dabei kam ihr die Corona-Zeit entgegen, denn kaum jemand hat gemerkt, dass Franzi operiert wurde.

Schönheitseingriffe in der Pandemie: Mehr Zeit, um sich ungestört was machen zu lassen

Volker Rippmann, der als Facharzt für plastische Chirurgie arbeitet, beobachtet, wie spezifische Berufsgruppen, die gerade von der Pandemie betroffen waren, zu ihm in die Praxis kamen: Erst Flugbegleiterinnen, weil die Lufthansa nicht mehr flog, dann Lehrerinnen und Lehrer, als die Schulen schlossen. Im Podcast erklärt der Chirurg, wie und warum sich das Klientel für Schönheitsbehandlungen während der Pandemie verändert hat und welche Eingriffe beliebter geworden sind.

Fakten über Schönheit in der Pandemie

  • Die beliebtesten plastischen Eingriffe im Jahr 2020 waren laut der deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie Faltenunterspritzungen beziehungsweise Filler, sie machten 30,7 Prozent aller Behandlungen aus. Auf dem zweiten Platz lagen mit 24 Prozent Botox-Behandlungen, auf dem dritten Platz ist die Brustvergrößerung.
  • Etwas anders sieht der Beauty-OP-Trend bei unter 30-Jährigen aus: Hier waren die Brustvergrößerung am beliebtesten, die 39,3 Prozent aller Eingriffe ausmachten, gefolgt von Botox-Eingriffen (20,5 Prozent) und der Behandlung der Gynäkomastie (18,5 Prozent), eine bei Männern vorkommenden Krankheit, bei der die Brustdrüsen stark vergrößert sind.
  • Wie zufrieden wir mit unserem Aussehen sind, hängt offenbar auch mit Geschlechterrollen zusammen, die uns schon früh antrainiert werden. Forschende der Universität Bielefeld befragten Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren und stellten fest, dass diejenigen, die sich an traditionellen Rollenbildern orientierten, unzufriedener mit ihrem Körper waren. Die Forschenden schließen daraus, dass eine stärkere Gleichstellung der Geschlechter bereits im Jugendalter zu einem positiveren Körperbild führen kann.
  • 2020 ist der Branchen-Umsatz mit Körper- und Schönheitspflegemitteln im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent eingebrochen, so der VKE-Kosmetikverband. Zwar sei der Online-Handel mit Beauty-Produkten stark gewachsen, das könne aber den Einbruch des stationären Verkaufs besonders zu Weihnachten und Ostern nicht kompensieren.

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