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Narben, Muttermale, Dehnungsstreifen haben die meisten. Zum Insta-Schönheitsideal passen sie trotzdem nicht. Warum wir unsere angeblichen Makel trotzdem feiern, besprechen wir in der Ab 21 mit zwei Frauen, die ihre Monobraue und Pigmentstörung lieben.

Canel hat eine Monobraue. Mit zehn Jahren fing sie an, die Härchen oberhalb der Nasenwurzel wegzuzupfen. Fortan gehört das zu ihrer Routine. Zwölf Jahre später aber malt sie sich für eine Frida-Kahlo-Verkleidung die Monobraue wieder an – und merkt dabei, wie sehr ihr die Braue gefällt.

"Das hat mit Akzeptanz angefangen, aber mittlerweile bin ich komplett im Feier-Modus.“
Canel über ihre Monobraue

Von da an trägt die Studentin wieder Monobraue. Auf Instagram präsentiert Canel sehr selbstbewusst ihr Aussehen samt Behaarung, wofür sie oft heftige Kommentare und manchmal sogar Drohungen bekommt. Das prallt an Canel aber komplett ab: "Ich bin da echt so weit, dass mich das gar nicht mehr trifft.“

Die eigene Schönheit feiern – trotz angeblicher Makel

Marika hat eine seltene Pigmentstörung, wodurch sie Muttermale auf dem ganzen Körper hat. Als Kind wird sie deshalb beleidigt und sogar von Mitschülern körperlich misshandelt. Heute ist die 23-Jährige stolz auf ihre Haut und modelt inzwischen.

Junge Frau mit Pigmentstörung sitzt neben einem pinken Auto
© himmelrenner
Marika hat eine Pigmentstörung und arbeitet inzwischen als Model

"Auf einmal ist das deine persönliche Geheimwaffe und genau das, was dich erfolgreich macht", beschreibt sie. Im Podcast erzählt Marika, wie sie sich von den Verunsicherungen, mit denen sie aufgewachsen ist, befreit hat.

Fakten über Schönheitsideale

  • Was wir schön finden, kann man im Gehirn quasi ablesen. Skandinavische Forschende haben eine künstliche Intelligenz entwickelt, die aus Hirnströmen von Menschen Informationen ablesen kann, was die Person attraktiv findet. Anschließend generiert der Computer Gesichter, die dem persönlichen Schönheitsideal entsprechen. Die KI macht das offenbar sehr gut: In einem Experiment mit 30 Probanden wurden die generierten Gesichter in knapp 90 Prozent der Fälle favorisiert.
  • Wie zufrieden wir mit unserem Aussehen sind, hängt offenbar auch mit Geschlechterrollen zusammen, die uns schon früh antrainiert werden. Forschende der Universität Bielefeld befragten Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren und stellten fest, dass diejenigen, die sich an traditionellen Rollenbildern orientierten, unzufriedener mit ihrem Körper waren. Die Forschenden schlagen deswegen vor, dass eine stärkere Gleichstellung der Geschlechter bereits im Jugendalter zu einem positiveren Körperbild führen kann.
  • Das Schönheitsideal Muskeln gibt es nicht überall: Forschende haben Männer in Großbritannien, Nicaragua und Uganda zu einem Zusammenhang zwischen Muskeln und Männlichkeit befragt und festgestellt, dass nur britische Männer Muskeln mit Schönheit assoziieren. In Uganda strebten die Männer am wenigsten nach einem dicken Bizeps, während in Nicaragua Muskeln vor allem als Beweis dazu dienen, dass man ein guter Arbeiter ist.

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