Der Tastsinn ist lebenswichtig für den Menschen. Noch vor der Geburt ist es der erste Sinn, den wir entwickeln. In Eine Stunde Liebe erklärt ein Tastsinnforscher, welche Wirkung Berührungen haben. Außerdem geht es um Kuschelpartys in Berlin, die gegen Einsamkeit helfen sollen. 

"Fühlen und Tasten ist viel wichtiger für unser Überleben als Sehen, Hören, Riechen und Schmecken."
Martin Grunwald, Tastsinnforscher

Obwohl Berührungen und der Tastsinn so wichtig für den Menschen sind, sind sie seltsamerweise kaum erforscht. Der Psychologe Martin Grunwald will das ändern und hat dafür 1996 das Haptik-Labor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig gegründet. Wie wichtig Berührungen für den Menschen sind, erzählt er in Eine Stunde Liebe.

"Ich fühle mich nach Kuschelpartys immer wie ausgewechselt."
Alex, Single aus Berlin

Alex, 26, fühlt sich einsam und versucht auf Kuschelparties zu lernen, mit Nähe und Berührungen umzugehen. "Es bereitet mir wirklich teilweise auch körperlichen Schmerz diese Einsamkeit. Und wenn ich es beschreiben müsste: Es ist wie ein Zerren in mir", erzählt Alex. Für ihn ist das Fehlen von Berührungen ein seelischer, psychischer aber auch einphysischer Schmerz. 

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