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Die Regale im Supermarkt stehen voll mit Konserven. Erbsen, Bohnen, Mais, Sauerkraut, Tomaten, Ananas oder Pfirsichen – die Auswahl an Dosen ist groß. Ist ja auch praktisch, weil sich das alles lange hält. Aber wie gesund ist Obst und Gemüse aus der Konserve? Frisch und tiefgekühlt sind meist besser, aber vor allem kommt es darauf an, wie stark es verarbeitet wurde.

Das Obst oder Gemüse wird meist direkt nach der Ernte weiterverarbeitet. Es wird gewaschen, geschält und kurz erhitzt, um Keime abzutöten. "Je länger es erhitzt wird, desto mehr Vitamine gehen verloren, vor allem hitzeempfindliche Vitamine, wie Vitamin C", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Matthis Dierkes. Damit es lange haltbar ist, werden dann meist auch noch Salz, Zucker, Gewürze und Stabilisatoren hinzugefügt. Wir können uns merken: Wenn viele Zusätze auf der Dose aufgelistet sind, ist das weniger gut.

"Tiefkühl-Spinat hat zum Beispiel sogar oft mehr Nährstoffe als frischer."
Matthis Dierkes, Deutschlandfunk Nova

Tiefkühlgemüse ist da schon besser, denn es wird sofort nach dem Ernten schockgefrostet. "Da gehen vergleichsweise wenige Vitamine und Nährstoffe verloren", sagt Matthis. Tiefkühl-Spinat hat sogar oft mehr Nährstoffe als frischer Spinat, weil der durch Licht und Luft-Einflüsse sehr schnell altert. Aber auch bei tiefgekühlten Produkten gilt das gleiche wie bei Konserven: Es kommt darauf an, wie stark das Obst oder Gemüse verarbeitet wurde: Der Rahmspinat mit Fett und Salz ist weniger gesund als der einfache Blattspinat – ohne Zusätze.

Beschichtung von Konservendosen steht in der Kritik

Konservendosen sind meistens aus Weißblech oder Aluminium. Die Lebensmittel sind so vor Licht, Luft und Gerüchen geschützt. Die Innenfläche der Dosen ist jedoch beschichtet. Und diese Beschichtung enthält oft die Chemikalie Bisphenol A, das unseren Hormon-Haushalt beeinflussen kann. Frankreich hat den Stoff in der Beschichtung von Konservendosen deshalb schon vor Jahren verboten. "Inzwischen gibt es Alternativen mit anderen Beschichtungen. Aber wie hoch der Anteil daran auf dem Markt ist, dazu gibt es keine genauen Zahlen", sagt Matthis Dierkes.

"Jetzt, im September zum Beispiel: Äpfel, Pflaumen, Brokkoli, Bohnen, Fenchel, Zucchini. Das Angebot sieht gerade gar nicht so schlecht aus."
Matthis Dierkes, Deutschlandfunk Nova

Das Fazit von Matthis: Reifes Obst und Gemüse sollten wir idealerweise regional und saisonal frisch kaufen und dann schnell verzehren. Das ist am besten. Aber wenn wir die frischen Produkte gelegentlich um ein paar Dosen Tomaten oder Bohnen, um eine Tüte tiefgekühlten Spinat oder Himbeeren ergänzen – ohne viele Zusatzstoffe – dann ist das auch völlig in Ordnung.