• Dlf Audiothek
  • ARD Audiothek
  • Spotify
  • Apple Podcasts
  • YouTube Music
  • Abonnieren

Die AfD ist zweitstärkste Kraft bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist die erste von fünf Landtagswahlen und so langsam macht sich bei den anderen Parteien Panik breit, vor allem in Hinblick auf die Bundestagswahlen im nächsten Jahr in Berlin.

Die ganz großen Verlierer der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern sind die CDU, Die Linke und die Grünen. Vor allem für die Linke sind die Verluste eine herbe Schlappe. Denn sie sah sich lange als die ostdeutsche Volkspartei. Für Nadine Lindner stellt sich da die Frage: Was ist eigentlich mit den Protestwählern? Ist Rechts das neue Links? Sind die zur AfD abgewandert?

"Ich hatte schon das Gefühl, dass es relativ kurz nach dem Ergebnis um 18 Uhr hieß: 3, 2, 1 - bitte verfallen sie jetzt in Panik."
Nadine Lindner, Korrespondentin im Hauptstadtstudio Berlin

Auch die Grünen mussten ordentlich einstecken. Auch wenn sie kein großartiges Ergebnis erwartet hatten, dass sie jetzt tatsächlich nicht in den Schweriner Landtag einziehen, ist eine bitter Enttäuschung. Damit ist auch eine Regierungskoalition von SPD, Grüne und Die Linke nicht möglich.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Mit einem Verlust von vier Prozent ist die CDU nur noch drittstärkste Kraft - nach der AfD. Auch dort steigt die Nervosität messbar, sagt Nadine Lindner. Jetzt versucht die Partei, das Ergebnis einzuordnen und sucht nach Erklärungen. Eine davon: In Mecklenburg-Vorpommern gab es ja nur 1,8 Millionen Wahlberechtigte. Im Gegensatz zur Gesamtrepublik sei das ja nur ein relativ kleiner Ausschnitt der deutschen Wählerschaft.

Der mühsam ausgehandelte Frieden in der Union dürfte damit vorbei sein. Bereits gestern Abend hat sich CSU Generalsekretär Andreas Scheuer aus München gemeldet und erneut von Obergrenzen in der Migrationspolitik gesprochen. Dieser Streit innerhalb der Union wirkt auf den Wähler allerdings wenig attraktiv, kommentiert Nadine Lindner. Das könnte ein Teufelskreis werden.

Shownotes
LW Mecklenburg-Vorpommern
"Bitte verfallen Sie jetzt in Panik"
vom 05. September 2016
Moderation: 
Diane Hielscher
Gesprächspartnerin: 
Nadine Lindner, Hauptstadtstudio Berlin