Sommer, Sonne, Schweißflecken? Das muss nicht sein, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Nik Potthoff. Er stellt die besten Materialien und Farben für den Sommer vor und verrät, welche Stoffe nun besser im Kleiderschrank bleiben.

Sobald die Temperaturen klettern gilt für unsere Kleiderwahl eine einfache Grundregel – und zwar, dass natürliche Stoffe besser sind als Kunstfasern. Leinen ist so ein natürlicher Stoff, der allerdings leicht knittert.

"Was von der Leichtigkeit super für den Sommer geeignet ist, ist Leinen. Doch für den Stoff ist charakteristisch, dass er sehr knautscht und das muss man mögen. Wenn man das nicht mag, ist man mit Baumwolle gut bedient", sagt die Designerin Stefanie Behling im ZDF. Baumwolle hat den Vorteil, dass sie sehr pflegeleicht ist.

Diese Stoffe kühlen bei Hitze wirklich

"Es gibt Textilwissenschaftler*innen, die empfehlen lieber Bio-Baumwolle als Baumwolle zu nehmen", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Nik Potthoff. "Vor allem bei billiger Kleidung laufe man sonst Gefahr, mit schädlichen Chemikalien in der Baumwolle in Kontakt zu kommen."

"Viskose wird aus Cellulose gemacht – also aus dem Holz von Buchen, Fichten oder Bambus. Das eignet sich auch gut, weil es kühlt und schnell trocknet."
Deutschlandfunk-Nova-Reporter Nik Potthoff über Viskose

Auch Seide scheint auf den ersten Blick wie gemacht für einen heißen Sommertag. Denn sie ist luftig, leicht und angenehm zu tragen. Das Problem: Wenn wir Seide tragen, gibts möglicherweise sichtbare Schweißflecken – und günstig ist der Stoff auch nicht. Gut hingegen geeignet ist Kleidung aus Viskose.

Was wir besser nicht anziehen sollten

Künstliche Stoffe, etwa aus Polyester, Nylon oder Acryl, sind an heißen Tagen eher schlecht, weil sie in der Regel nicht atmungsaktiv sind und keine Flüssigkeit absorbieren. Das sorgt laut Modedesignerin Stefanie Behling bei Kunstfasern generell für ein anderes Problem.

"Kunstfasern fühlen sich zwar sehr leicht an, verleiten aber eher zum Schwitzen und sind vor allem nicht geruchsneutral."
Modedesignerin Stefanie Behling über Kunstfasern

Weniger problematisch hingegen sind schwarze Klamotten an heißen Tagen. Einerseits reflektiert Weiß das Sonnenlicht und Schwarz absorbiert es – sodass sich die Kleidung selbst aufheizt. "Aber Schwarz kann die Körperwärme dafür besser nach außen leiten – und schützt so auch stärker als helle Kleidung vor Sonnenbrand, weil sie kaum UV-Strahlung durch lässt", sagt Nik Potthoff.