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Träumt ihr mit offenen Augen? Und wenn ja, was träumt ihr dann? Der Tagträumer Peter sieht vor allem Kurioses. Und nicht selten mit den Augen von anderen. Ian McEwans Buch "Der Tagträumer" ist ein Buch für Menschen, die daran glauben, dass alles irgendwie gut werden kann.

Peter ist ein Geheimnis. Vor allem für die Erwachsenen. Die bilden sich ein, sie würden wissen, was im Kopf eines Zehnjährigen vor sich geht. Weil sie eben erwachsen sind, und weil Erwachsene ja angeblich immer Bescheid wissen.

Aber Peter bleibt ihnen ein Rätsel. Wie er herumliegt, herumsteht, bewegungslos in den Himmel oder in ihre Gesichter starrt. Denn sie sehen nicht, was er sehen kann.

Tagträume, die immer gut enden

Ian McEwan entführt uns in die innere Welt seines Protagonisten, des Tagträumers Peter. Sein gleichnamiger Roman, der schon vor 25 Jahren erschienen ist, handelt von einem introvertierten Jungen, der sich die großen Fragen des Lebens vor allem in seiner Fantasie beantwortet. Das Besondere an "Der Tagträumer" ist: Alle Geschichten darin gehen gut aus. Von Ian McEwan sind wir anderes gewohnt.

Das Buch: "Der Tagträumer" (Originaltitel: "The Daydreamer") von Ian McEwan, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt von Hans-Christian Oeser, erschienen bei Diogenes, 155 Seiten, Taschenbuchausgabe: 10 Euro, eBook: 7,99 Euro, Hörbuch-Download (gelesen von Anna König): 12,99 Euro, Erscheinungsdatum: 1994/1995 (Taschenbuch erschienen im Sept. 2000).