Wer mit dem Auto oder LKW in die Londoner Innenstadt will, muss ab nächster Woche tiefer in das Portemonnaie greifen: Umgerechnet 14,30 Euro kostet die neue Congestion Charge, wie die City-Maut in London genannt wird. Im Stadtkern gibt es dadurch weniger Verkehr, trotzdem geht es nicht so richtig flott voran.

"On June 16th, the Congestion Charge is going up to £11.50 per day": So steht es seit Tagen in der "Metro" und dem "Evening Standard", den beiden kostenlosen Zeitungen, die an den U-Bahn-Stationen verteilt werden. Ab kommender Woche erhöht sich die City-Maut in London für Auto- und Lastwagenfahrer von bisher 10 Pfund auf 11,50 Pfund pro Tag, das sind umgerechnet rund 14,50 Euro.

Kennzeichen werden abfotografiert, die Rechnung kommt per Post

Die gebührenpflichtige Zone ist mit einem großen weißen C auf rotem Hintergrund gekennzeichnet. Hier werden die Kennzeichen der Fahrzeuge von fest installierten Kameras abfotografiert. Die Rechnung kommt dann per Post von der Verkehrsorganisation Transport for London. Im Westen beginnt die Zone auf der Höhe Hyde Park und Buckingham Palace und endet im Osten auf Höhe der Tower Bridge.

Der Verkehr in London läuft nur schleppend

Die Einnahmen der Maut, fließen vor allem in die Infrastruktur der Stadt. Seit der Einführung der Pflichtabgabe im Jahr 2003 ist der Verkehr in der Stadt zwar um rund 20 Prozent zurückgegangen, trotzdem geht es in London nicht wirklich flott voran. Das liegt auch an den vielen Baustellen in der Stadt, zur Zeit wird die Kanalisation runderneuert. Alternative Fortbewegungsmittel sind das Fahrrad, auch wenn das in London nicht ganz ungefährlich ist, oder die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und die berühmte Metro oder die Black Cabs.