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Mit vorgetäuschter Liebe, Geschenken und Komplimenten machen sie Mädchen und junge Frauen gefügig - So genannte Loverboys haben nur ein Ziel: Ihre oft noch minderjährigen Opfer möglichst schnell in die Prostitution zu bringen.

Die Masche ist perfide: Loverboys gaukeln die große Liebe vor, verteilen anfangs Zuneigung und Geschenke. Doch das ist nur eine Strategie, um die oft noch minderjährigen Mädchen hörig zu machen. Die Loverboys verlangen von ihrer angeblichen Prinzessin irgendwann, Geld mit Prostitution zu verdienen. Angeblich für die gemeinsame Zukunft.

"Das Phänomen Loverboys wird eher unterschätzt."
Alina Prophet, Sozialarbeiterin, Diakonie Hamburg

Wie viele Frauen davon betroffen sind, ist unklar. Fachleute gehen von einer großen Dunkelziffer aus. 2018 hat das Bundeskriminalamt 430 Opfer in "Verfahren des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung" gezählt, darunter 72 explizite Opfer der Loverboy-Masche.

Alina Prophet aus Hamburg klärt über Loverboys auf. Die Sozialarbeiterin und ihre Kolleginnen gehen in Schulen, um Teenager für manipulative Beziehungen zu sensibilisieren. Sie beraten Opfer und ihre Angehörigen und vermitteln Hilfe.

"Die Scham ist oft groß, und das nutzen die Loverboys gnadenlos aus."
Alina Prophet, Sozialarbeiterin, Diakonie Hamburg

In Eine Stunde Liebe berichtet Alina von ihrer Arbeit, wie die Täter Scham und Unerfahrenheit nutzen, um ihre Opfer zu manipulieren und warum es oft schwer ist, die Täter hinter Gitter zu bringen.

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