Kennt ihr das: Handynacken oder Handydaumen? Oder sogar beides? Nun droht uns auch noch der Selfie-Ellbogen. Vorsicht vor dem Überlastungssyndrom.

Arm ausstrecken, anwinkeln und still halten. Machen wir uns nichts vor, die Selfie-Haltung ist nicht natürlich. Wiederholt ihr diese Bewegung oft, kann es ziemlich schmerzhaft werden. Der Selfie-Ellbogen droht.

Leider ist der nicht die einzige Folge des Smartphone-Gebrauchs. Sicherlich habt ihr auch schon vom Handydaumen gehört. Das sind alles Überlastungssyndrome, bei denen die Muskeln zu sehr beansprucht werden.

"Es ist schon auffällig, dass wir immer mehr Patienten, die an sich nicht belastende Tätigkeiten haben, wie Studenten, mit Sehnenscheidenentzündung finden und mit Überlastungssyndromen am Daumen."
Reinhard Meier, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und wiederherstellende Chirurgie am Ortenau Klinikum

Solche Überlastungsyndrome fühlen sich wie ein Dauermuskelkater an. Noch schlimmer wird der Schmerz, wenn sich eine Sehnenscheide entzündet. Die finden sich in allen Gelenken und legen sich wie eine Art Schutzmantel um Sehnen, um diese vor Reibung zu schützen. Entzündet sich die Sehnenscheide, ist mit ihr die Bewegung, die das Problem ausgelöst hat, nur noch unter großen Schmerzen möglich. Ganz egal, ob im Daumen, im Ellenbogen oder in der Schulter.

Die Schulter wird nämlich auch ziemlich stark belastet. Zum Beispiel, wenn ihr euch Videos im Querformat anschaut und das Handy dabei in der Hand haltet. Denn dann dreht ihr eure Hand um 90 Grad und es ist wieder soweit: ungewohnte Bewegung plus Belastung.

Handynacken, Handydaumen und dann auch noch Pickel

Aber es geht nicht nur um Gelenkprobleme. Auch um Pickel. Wir fassen nämlich die ganze Zeit unsere Smartphones mit unseren Händen an, wodurch ordentlich viele Bakterien auf der Wange landen. Denn kaum jemand reinigt zwischendurch immer wieder das Handydisplay. Der Bakteriencocktail kann sich so aber wunderbar ausbreiten und empfindliche Haut regiert dann teils mit Pickeln oder Ausschlag. Die Lösung ist aber einfach: Ab und zu am Tag das Display mit einem antiseptischen Tuch abwischen.

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