Als am Strand von Mallorca ein Blauhai gesichtet wird, bricht Hysterie aus. Dabei ist es ziemlich unwahrscheinlich, von einem Hai getötet zu werden.

Blauhaie kommen in der ganzen Welt vor. Das Exemplar auf Mallorca war rund anderthalb Meter lang. Dieser Blauhai hat sich bis ins flache Wasser nahe an den Strand getraut. Gleich drei Mal wurde er am Wochenende vor Mallorca gesichtet - passiert ist nichts. Das Tier ist nach ein paar Minuten auch immer wieder aufs offene Meer rausgeschwommen. Der Strand wurde ein paar Stunden gesperrt.

"Insgesamt ist es sehr unwahrscheinlich, im Mittelmeer von einem Hai getötet zu werden"
Till Opitz, Deutschlandfunk Nova

Blauhaie fressen viel lieber Heringe, Makrelen, Sardinen und Thunfische. Allerdings schwimmen Blauhaie normalerweise weiter draußen durchs Meer, die Nähe zum Strand ist eher ungewöhnlich. Deshalb hat die Küstenwache das Tier in der Nähe des Ballermanns eingefangen und eingeschläfert.

Mücke gefährlicher als Hai

Die letzte dokumentierte Attacke auf einen Menschen im Mittelmeer datiert aus dem Jahr 1984. Theoretisch ist es aber durchaus möglich von einem Hai angegriffen zu werden, immerhin leben 50 verschiedenen Haiarten im Mittelmeer. Für Menschen sind davon aber nur Bullenhaie, Tigerhaie und der Weiße Hai gefährlich.

Jährlich sterben auf der Erde etwa sechs Menschen bei einer Haiattacke. Die meisten davon vor Florida, gefolgt von den Küsten Australiens und Hawaiis.

Vorsicht vor Mücken

Da ist die Mücke viel gefährlicher. Jedes Jahr sterben nach Mückenstichen über 600.000 Menschen - allein an Malaria. Und Mücken übertragen vor allem in den Tropen und Subtropen noch viele andere potenziell tödliche Krankheiten.