Die Kühltheken im Supermarkt sind randvoll gefüllt mit mariniertem Fleisch. Doch Vorsicht: Das Fleisch unter der Marinade könnte mangelhaft sein, nur sehen wir das nicht. Und auch die Marinade selbst kann die Gesundheit gefährden. 

Nicht selten endet im Sommer der Feierabend spontan am Grill. Doch nicht jeder von uns hat die Zeit oder Muße, das Fleisch selbst zu marinieren. Warum auch, das Angebot an mariniertem Grillgut im Supermarkt ist groß genug. 

Ohne Kennzeichnungspflicht

Was viele nicht wissen: Es besteht die Gefahr, dass das Fleisch unter den saftigen Marinaden minderwertig ist. Normalerweise würde schlechtes Fleisch gräulich schimmern, oder die Fettränder würden schmierig sein, sagt unser Reporter Christian Schmitt. Bei verpacktem, mariniertem Fleisch aus dem Supermarkt sei eine Qualitätskontrolle mit dem Auge nicht mehr möglich, so unser Reporter: "Du siehst halt absolut nichts, hast keine Chance, da eine Fleischqualität rauszufinden".

"Gute Qualität hat einfach seinen Preis und dann lässt sich eben eine weniger gute Qualität gerne auch mal unter einer solchen Marinade verstecken."
Heidrun Schubert, Verbraucherzentrale Bayern

Besser sei es, ummariniertes Fleisch zu kaufen, sagt Christian: "Bei dem Zeug hier, können die Hersteller nämlich schön rumtricksen. Das gilt hier nicht mehr als Fleisch, sondern als verarbeitetes Produkt." Dadurch fällt die Kennzeichnungspflicht weg. Die Hersteller müssen die Herkunft nicht mehr angeben. Wer trotzdem auf das Supermarktfleisch zurückgreift, der sollte dringend auf das Haltbarkeitsdatum achten, warnt unser Reporter:

"Das ist nämlich in dem Fall kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern ein absolutes Verfallsdatum. Im Gegensatz zu Milch oder anderen Lebensmitteln, das unbedingt nicht mehr essen!"
Christian Schmitt, Deutschlandfunk Nova

Gesünder und viel schmackhafter, als die typischen Paprikamarinaden aus dem Supermarkt, ist es, das Fleisch selbst zu marinieren. "Da kannst du alles reinmachen, was du willst", sagt Christian. 

Die Basis ist Öl, sagt Christian. Öl ist nicht nur ein Geschmacksträger, es macht das Fleisch beim Grillen auch knusprig. Säuren wie Zitronensaft, Essig oder Balsamico machen das Fleisch zart. Gewürze wie Knoblauch oder Rosmarin helfen, gesundheitsschädliche Stoffe zu mindern, die beim Grillen entstehen können. Und ganz wichtig: Mit Säuren mariniertes Fleisch nicht auf Aluschalen grillen, da die Säure das Aluminium lösen kann.