Die Nasa hat ihren fünften Roboter auf den Weg in Richtung Mars geschickt. Der neue Rover soll untersuchen, ob es Leben auf dem Planeten gab oder geben könnte.

Er hat sechs Räder, ist so groß wie ein SUV und wiegt ungefähr 1000 Kilogramm: Der neue Mars-Rover der Nasa. Perseverance, was übersetzt "Beharrlichkeit" bedeutet, ist der bisher technisch anspruchsvollste Mars-Rover auf Mission.

Seit 13.50 Uhr deutscher Zeit befindet er sich auf dem Weg zum Roten Planeten, wo er im Februar 2021 ankommen soll.

"Bemerkenswert finde ich vor allem, dass Marsfahrzeuge heute nicht mehr kleine Staubsauger-Roboter sind, wie sie Ende der 1990er zum ersten Mal auf der Marsoberfläche gefahren sind."
Michael Büker, Astrophysiker

Ähnlich wie sein Vorgänger Curiosity soll Perseverance die Umgebung des Planeten erkunden. Ziel der Nasa ist die Suche nach Spuren von möglichem Leben. Entweder von früherem oder momentanem Leben, das es auf dem Mars geben könnte.

Daneben erforscht die Nasa mithilfe des Rovers, inwiefern Astronautinnen und Astronauten den Mars in der Zukunft erkunden könnten, das wäre dann die erste bemannte Mission zum Mars.

Mars erkunden und Proben vorbereiten

Perseverance soll zum Beispiel herausfinden, ob die kohlendioxidhaltige Marsatmosphäre in Sauerstoff umwandelbar ist. Dafür hat der Rover sieben wissenschaftliche Instrumente mit an Bord und kann chemische Analysen des Gesteins oder der Luft durchführen.

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Gezieltes Fliegen üben

Hilfe bekommt der Rover von einer Drohne, die Astrophysiker Michael Büker an einen Campingkocher mit zwei Rotoren erinnert. Mit dem kleinen Helikopter möchte die Nasa das gezielte Fliegen auf dem Mars testen.

Das ist schwierig, weil die Atmosphäre dort besonders dünn ist, erklärt Michael Büker. Sollen die Rotoren also abheben und die dünne Luft nach unten drücken, ist viel Kraft nötig. Alle vorherigen Rover sind bisher an Fallschirmen durch die Atmosphäre des Mars gefallen.

Gelingt der Drohne das Fliegen, soll sie die Umgebung für den Rover erkunden und ihn so auf Barrieren oder interessante Orte aufmerksam machen, die Perseverance untersuchen könnte.

Proben vom Mars zur Erde

Die Nasa bereitet mit Perseverance einen sogenannten "Sample Return" vor. Das bedeutet: Der Rover entnimmt Proben und sammelt sie in einem Container, den er an einem speziellen Ort zwischenlagert.

Eine spätere Mission soll die Proben dann in einigen Jahren abholen und zur Erde zurückbringen. Dabei gebe es allerdings wieder die Hürde mit dem hohen Kraftaufwand, so Michael Büker: "Man braucht viel Treibstoff, um von der Marsoberfläche wieder raufzukommen."