Warten ist schrecklich. Das Warten auf Testergebnisse etwa. Schlimm! Eine Psychologin aus den USA sagt, dass eine bestimmte Meditation da hilft. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Magdalena Bienert erklärt, wie man richtig wartet.

Die Psychologin Kate Sweeney untersucht schon länger, was Menschen das Warten erleichtert. Sie sagt: Ablenkung bringt nix, optimistisch bleiben bringt nix und mit dem Schlimmsten rechnen bringt auch nix.

Achtsamkeit

Was aber laut Sweeney hilft, ist Meditation. Speziell die sogenannte Achtsamkeitsmeditation, in der man sich stark auf das Hier und Jetzt fokussiert. Man begibt sich dabei bewusst auch in die Gefühle, die aufkommen und lernt sie zu akzeptieren. Man soll die Emotionen kommen und dann auch wieder gehen lassen, rät Sweeney. 

"Also ein bisschen Humor, bewusstes Atmen und nicht dran denken - so können wir alle gelassener sein."
Magdalena Bienert, Deutschlandfunk Nova

Gezeigt hat das die Forscherin in einer Studie mit 150 Jura-Studierende, die vier Monate lang auf die Ergebnisse ihres Abschluss-Examens gewartet haben. Schon 15 Minuten Meditation pro Woche machten den Studierenden das Warten leichter.

Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Magdalena Bienert hat das ausprobiert. Sie erklärt, dass sie in stressigen Situationen bewusst geatmet hat und sich dachte: "Es ist egal, ich kann gerade nichts dran ändern." Die Entspannungspsychologin Janet König hat noch einen Vorschlag: Man soll sich vorstellen, die Situation sei eigentlich eine Comedy-Show. Der Humor könne nämlich helfen.

"Wir können uns wunderbar in Wut und Ärger reinsteigern. Da sind wir Profis drin."
Janet König, Entspannungspsychologin

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