Faith* hatte ihre Heimat Nigeria verlassen, um als Kindermädchen zu arbeiten - doch sie wird von Menschenhändlern nach Libyen gebracht und zur Prostitution gezwungen. Aber Faith kann fliehen. Als Elisabeth Veh sie 2016 in einem kleinen schwäbischen Dorf trifft, holt sie dort die Vergangenheit ein, auch dort fühlt sie sich bedroht. Heute lebt Faith mit ihrer Tochter in Berlin. In der Stadt, sagt sie, müsse sie endlich keine Angst mehr haben.

"Sometimes I still think about the life in Libya and in Italy and what I went through, that is something that can never go away, you know. I can’t just change it. What I only encourage myself with is: I say it is already over."
Faith* musste in Libyen als Zwangsprostituierte arbeiten

Deutschlandfunk-Nova-Autorin Elisabeth Veh hat seit ihrem Treffen mit Faith 2017 immer wieder Kontakt zu ihr gehalten. Oft via Whatsapp. Als Faith* erfährt, dass wir erneut über sie berichten, will sie Elisabeth nicht warten lassen. Die ersten Nachrichten spricht sie direkt in der Schule ein, wo sie eine Ausbildung macht. Am einzigen stillen Örtchen dort.

*Name von der Redaktion geändert